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SPD will von Autobauern Unterstützung bei Dieselnachrüstungen

Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Kirsten Lühmann, hat die Zurückhaltung der Autokonzerne bei der Nachrüstung von Diesel-Pkw kritisiert. „Viel eher sollten sich die Hersteller bemühen, Nachrüstungen so weit wie möglich zu unterstützen und zu finanzieren“, sagte Lühmann dem „Handelsblatt“. Dazu gehöre etwa auch, dass die Automobilhersteller ihren Vertragswerkstätten nicht mehr untersagen, zugelassene Nachrüstsätze einzubauen.

„Hinsichtlich der Nachrüstung ist auch das Bundesverkehrsministerium gefordert, schnellstmöglich die Voraussetzungen zu schaffen“, forderte Lühmann. Das sieht auch die Umweltorganisation Greenpeace und nimmt dabei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in die Pflicht, Druck auf die Autobauer zu machen. „Dass der VW-Konzern sich mehr als drei Jahre vor der Selbstverständlichkeit drücken konnte, seine manipulierten Autos mit neuer Hardware in Ordnung zu bringen, hat er einem Verkehrsminister zu verdanken, der mit aller Macht beide Augen zudrückt“, sagte Greenpeace-Experte Tobias Austrup dem „Handelsblatt“. „Damit nicht weiter Stadtbewohner und Autobesitzer die Folgen des Abgasskandals ausbaden müssen, muss Andreas Scheuer VW sofort zu flächendeckenden Nachrüstungen verpflichten und Städten die Möglichkeit geben, schmutzige Autos auszusperren.“ Während die Hersteller mit Kaufanreizen die Flottenerneuerung vorantreiben wollen, stößt die im Dieselkompromiss mit der Bundesregierung vorgesehene Nachrüstung älterer Diesel nach wie vor auf Skepsis. Daimler und VW haben zwar auf Druck der Regierung zugesagt, beim Einbau eines Katalysators zur Stickoxidreduktion bis zu 3.000 Euro zu zahlen. VW rät seinen Kunden aber von einer Hardware-Nachrüstung durch Drittanbieter ab. BMW lehnt eine technische Nachrüstung wie ausländische Hersteller ab.

Foto: Auspuff, über dts Nachrichtenagentur

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