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Spitzen der deutschen Wissenschaft kritisieren Geisteswissenschaftler

Der frisch zum Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gewählte Germanist Peter-André Alt hat die Kultur des eigenen Fachs kritisiert: „Die Umständlichkeiten, die Diskursverliebtheit enervieren mich“, sagte Alt der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er habe sich seiner eigenen Fachkultur auch schon einmal näher gefühlt als derzeit. Die Geisteswissenschaften hätten eine „Tendenz zum Erratischen und Unreflektierten“.

Alt, bislang Präsident der Freien Universität (FU) Berlin, war am Dienstag auf der Jahresversammlung der Hochschulrektoren mit breiter Mehrheit zu deren Präsident gewählt worden. Der „Zeit“ sagte er, als Literaturwissenschaftler sei er besonders gut vorbereitet auf eine Führungsposition in der Wissenschaft. „Fiktion und Machtalltag sind natürlich unterschiedlich. Inzwischen aber glaube ich daran, dass die Literatur mich sehr gut geschult hat.“ Auch der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Peter Strohschneider, ebenfalls Germanist, hält die Literatur für eine gute Vorbereitung für eine hohe Position: „Literatur stellt in der Tat einen Wissensfundus bereit, den eine politikwissenschaftliche oder soziologische Machttheorie nicht so leicht erreichen kann.“ Auch Strohschneider kritisierte in der Wochenzeitung sein eigenes Fach: „Die lang eingeübte Mischung aus Arroganz und Larmoyanz unter Geisteswissenschaftlern ist beklagenswert.“

Foto: Bücher in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur

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