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Städtetag will von Autoindustrie Zusagen für Diesel-Nachrüstungen

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Markus Lewe (CDU), fordert von der Autoindustrie verbindliche Zusagen für Hardware-Nachrüstungen für ältere Diesel. Bei der Hardware-Nachrüstung müssten alle Autohersteller endlich von der Bremse runter gehen, sagte Lewe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). „Die Automobilindustrie muss ihrer Verantwortung gerecht werden, auch weil diese Industrie sehr wichtig für Deutschland ist und viele Arbeitsplätze daran hängen“, so der Oberbürgermeister von Münster.

Er verstehe nicht, warum die Autobranche sich nicht, auf einen anderen Kurs einlasse, auch wenn es kurzfristig Geld koste. „Wir tun als Städte alles dafür, damit Fahrverbote vermieden werden“, so Lewe weiter. Aber die Städte allein könnten das nicht schaffen, weil Diesel-Pkw die Hauptquelle für Stickoxid seien. „Deshalb legen wir größten Wert darauf, dass die Automobilindustrie rasch die zugesagten Austauschprämien für den Autokauf umsetzt, aber auch die Hardware-Nachrüstung“, so der Präsident des Deutschen Städtetags. Als „Idealfall“ bezeichnete Lewe des Szenario, bei dem man seinen alten Diesel zum Händler bringe – „und dann mit einem gleichwertigen sauberen Auto wieder nach Hause, und zwar ohne Zuzahlung“ fahren könne. Der Städtetagspräsident warb im Fall von Fahrverboten in den Städten für die Einführung der blauen Plakette. Sie sei dann „die beste Lösung“. Die Plakette mache sichtbar, welche Autos in die Innenstädte dürfen, erklärte der CDU-Politiker.

Foto: Auspuff, über dts Nachrichtenagentur

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