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Start-up-Hilfen des Bundes kommen nur langsam in Gang

Die von der Bundesregierung eingerichtete Hilfsfonds für Start-up-Unternehmen ist schleppend angelaufen. Vier Monate nach der Ankündigung der sogenannten "Corona Matching Fazilität" (CMF) wurden erst Anfang August die ersten Gelder von Wagniskapitalgebern abgerufen. Das berichtet der "Spiegel".

Bis jetzt hat die staatliche Beteiligungsgesellschaft KfW Capital, die die CMF verwaltet, insgesamt elf Wagniskapitalgebern ihren Segen erteilt. Sie können auf Steuergeld in Höhe von rund 375 Millionen Euro zugreifen und es theoretisch in über 200 Start-ups weiterinvestieren. Eine ebenfalls notwendige notarielle Beurkundung liegt der KfW Capital aber bisher nur von drei Fonds vor. Bei der Corona Matching Fazilität handelt es sich um die erste Säule der Hilfen des Bundes für Start-ups und kleine Unternehmen. Der Staat investiert dabei nicht direkt in notleidende Firmen, sondern unterstützt Wagniskapitalgeber bei der Finanzierung von Start-ups. Theoretisch können bis zu 1,2 Milliarden Euro abgerufen werden, viele Investoren klagen aber über zu strenge Vorschriften. Thomas Jarzombek (CDU), Start-up-Beauftragter des Wirtschaftsministeriums, weist die Kritik zurück. Wer mit Steuermilliarden hantiert, habe auch die Pflicht, gewisse Hürden einzubauen. "Bei allen Corona-Maßnahmen ist das Ziel ja nicht, alles bis auf den letzten Cent zu verausgaben", sagt Jarzombek. Es gehe vielmehr darum, "dass alle, die es brauchen, wissen: Wir sterben nicht".

Foto: Bundeswirtschaftsministerium, über dts Nachrichtenagentur

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