Video: Stimmen-Klau bei ChatGPT? Scarlett Johansson schaltet Anwälte ein

Video: Stimmen-Klau bei ChatGPT? Scarlett Johansson schaltet Anwälte ein


Hollywood-Star Scarlett Johansson hat schwere Vorwürfe gegen das Tech-Unternehmen OpenAI erhoben. Die Schauspielerin wirft dem Konzern vor, ihre Stimme ohne Erlaubnis für den KI-Chatbot ChatGPT verwendet zu haben.

 

Johansson hat nun ihre Anwälte eingeschaltet, um die Angelegenheit rechtlich prüfen zu lassen.

Stein des Anstoßes ist eine kürzlich eingeführte weibliche Stimme in ChatGPT, die von OpenAI als „Sky“ bezeichnet wird. Johansson ist der Ansicht, dass diese Stimme ihrer eigenen zum Verwechseln ähnlich klingt. Die Schauspielerin gab an, dass sie von OpenAI kontaktiert worden sei, um ihre Stimme für den Chatbot zu lizenzieren, sie das Angebot jedoch abgelehnt habe. Umso überraschter sei sie gewesen, die neue Stimme in ChatGPT zu hören.

Juristische Schritte werden geprüft

„Ich war schockiert, als ich die Demo hörte“, sagte Johansson in einer Erklärung. „Die Ähnlichkeit zu meiner Stimme ist erschreckend.“ Sie habe sich nun an ihre Anwälte gewandt, um die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. Es gehe ihr nicht nur um ihren eigenen Fall, sondern auch um den Schutz der Rechte anderer Künstler vor der unautorisierten Nutzung ihrer Stimmen durch KI-Technologien.

OpenAI weist Vorwürfe zurück

OpenAI hat die Vorwürfe von Scarlett Johansson zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte, dass die Stimme „Sky“ nicht auf der Stimme von Johansson basiert und dass man großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre und der Rechte Dritter lege. Man habe die Stimme „Sky“ bewusst entwickelt, um nicht mit der Stimme einer bekannten Persönlichkeit verwechselt zu werden.

Debatte um Urheberrechte und KI-Stimmen

Der Fall Johansson wirft erneut die Frage auf, wie Urheberrechte im Zeitalter von künstlicher Intelligenz geschützt werden können. Die Technologie, menschliche Stimmen zu synthetisieren und zu imitieren, wird immer besser, was das Potenzial für Missbrauch erhöht. Experten fordern klare rechtliche Rahmenbedingungen, um die Rechte von Künstlern und anderen Urhebern zu schützen.

Folgen für OpenAI und die KI-Branche

Der Vorfall könnte weitreichende Folgen für OpenAI und die gesamte KI-Branche haben. Sollte Johansson mit ihrer Klage Erfolg haben, könnte dies ein Präzedenzfall für ähnliche Fälle sein und die Entwicklung und Nutzung von KI-Stimmen in Zukunft stark beeinflussen. Der Fall zeigt, dass die Frage nach Urheberrechten und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte im Zusammenhang mit KI-Technologien dringend geklärt werden muss.

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