Studie: Computerarbeit schadet den Augen

Viele Menschen nutzen ihr Smartphone zum täglichen Chatten, ihr Tablet zum Spielen und sitzen im Arbeitsalltag dann vor dem Monitor ihres PCs – inzwischen verbringen wir also ausgesprochen viel Zeit unseres Lebens vor Bildschirmen. Wie eine Studie aus den USA zeigt, kann sich das negativ auf die Augengesundheit und den Schlaf auswirken.

Ärzte vermuten schon länger, dass zu viel der sogenannten „Naharbeit“ den Augen schadet. Nun ist es erwiesen: Eine Studie von Forschern des amerikanischen Instituts Vision Council zeigt, dass der digitale Wandel gesundheitsschädlich ist – vor allem für die Augen. Junge, technikaffine Menschen der sogenannten Generation Y sind demnach besonders davon betroffen: Mehr als 68 Prozent der zwischen 1980 und 1995 geborenen Medienkonsumenten haben Augenprobleme.

Symptome von zu viel Bildschirmarbeit

Mithilfe von Nah-Fern-Sicht-Tests lässt sich nachweisen, was unsere Augen täglich leisten müssen: Sie müssen sich immer wieder anstrengen, um die eher kleine Schrift von medialen Inhalten scharfzustellen und dann wieder den Blick auf weiter entfernte Objekte zu richten.

Durch diese Umstellung beginnen die Augen zu jucken, werden müde und rot. Zu viel Naharbeit wirkt sich zudem nicht nur auf die Augen, sondern auch auf die Leistung und Effizienz bei der Arbeit aus: Es kommt zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Verspannungen. Auch ein vermehrter Tränenfluss kann ein Zeichen dafür sein, dass man zu viel Zeit vor Bildschirmen verbracht hat: Durch das lange, angestrengte Starren auf einen Monitor blinzeln wir durchschnittlich nur noch 4 bis 5 Mal pro Minute – dadurch trocknet das Auge aus und es wird zum Ausgleich mehr Tränenflüssigkeit produziert. Im schlimmsten Fall entzünden sich die Augen oder die Betroffenen entwickeln eine Sehschwäche.

Falls eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, sollte über eine mögliche Verhaltensänderung nachgedacht werden:

  1. Überanstrengung der Augen
  2. Trockene Augen
  3. Kopfschmerzen
  4. Verschwommene Sicht
  5. Nacken- und Schulterschmerzen
  6. Schwierigkeiten beim Fokussieren
  7. Brennendes Gefühl in den Augen
  8. Müde Augen
  9. Doppeltsehen
  10. Lichtempfindlichkeit

Wie man Augenleiden vorbeugt

Da die meisten Büroangestellten ihren Arbeitstag zwangsläufig vor dem Computer verbringen, empfehlen Augenärzte solchen Büroarbeitern, die bereits unter einer Sehschwäche leiden, Arbeitsplatzbrillen mit Mehrbereichsgläsern, die bspw. auch der Optiker Fielmann in seinen Filialen anbietet. Denn während beispielsweise eine normale Lesebrille, wie sie Weitsichtige benötigen, für eine Sehentfernung von ca. 30 Zentimetern angepasst ist, wird eine spezielle Arbeitsplatzbrille genau auf die Entfernung zwischen den Augen und dem jeweiligen Monitor abgestimmt.

Im Privaten sollte sich die Nutzung von Smartphones, Tablets und Notebooks auf das Nötigste beschränken – auch wenn das gerade jungen Menschen nicht leicht fallen dürfte. Schließlich ist die digitale Kommunikation ein wesentlicher Bestandteil des Lebens von „Digital Natives“ der Generation Y, die sich über die mobilen Endgeräte häufig im Sekundentakt vernetzen und vermarkten.

Im Übrigen haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass sich die blauen Wellenlängen des Lichts von Smartphones & Co. negativ auf den Schlaf-Wach-Rhythmus auswirken. Und das wiederum hat einen schlechten Einfluss auf die Produktivität im Arbeitsalltag.

10 Möglichkeiten, den Augen etwas Gutes zu tun

Diesem Teufelskreis können Menschen entgehen, indem sie weniger Zeit vor Displays verbringen und häufiger Pausen einlegen, in denen sie ihren Blick gezielt in die Ferne richten und sich für einige Minuten ein Kühlpad auf die Augen legen. Digital Natives finden in den Stores von Apple und Google Play außerdem eine kostenlose Augenstress-App, die neben einem Augenstress-Test weiterführende Informationen zum Thema Sehstress bereithält. Hier findest Du weitere Möglichkeiten für die regelmässige Pflege der Augen:

  1. Ruhe deine Augen aus: Lege möglichst alle 20 Minuten eine Pause vom Bildschirm ein und ruhe deine Augen mindestens 20 Sekunden lang aus.
  2. Stelle deinen Bildschirm richtig ein: Stelle deinen Bildschirm auf Armlänge und auf oder unter Augenhöhe ein, um Nacken- und Augenbelastungen zu vermeiden.
  3. Verwende Blaulichtblocker: Verwende eine Blaulichtschutzbrille, wenn du digitale Geräte benutzt, um die Belastung für deine Augen zu verringern.
  4. Achte auf eine gesunde Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln, die reich an den Vitaminen A, C, E und Omega-3-Fettsäuren sind, damit deine Augen gesund bleiben.
  5. Trage eine Sonnenbrille: Trage eine Sonnenbrille, die 100%igen UVA- und UVB-Schutz bietet, um Schäden durch die schädlichen Sonnenstrahlen zu vermeiden.
  6. Trinke genug: Trinke viel Wasser, um deine Augen hydratisiert zu halten und trockene Augen zu vermeiden.
  7. b Wasche dir häufig die Hände und vermeide es, dein Gesicht und deine Augen zu berühren, um Infektionen zu vermeiden.
  8. Treibe regelmäßig Sport: Regelmäßige Bewegung kann helfen, Augenkrankheiten wie Glaukom und Makuladegeneration zu verhindern.
  9. Geh regelmäßig zur Augenuntersuchung: Regelmäßige Augenuntersuchungen können helfen, Sehprobleme zu erkennen und Augenkrankheiten vorzubeugen.
  10. Mache Pausen von digitalen Geräten: Lege regelmäßig Pausen von digitalen Geräten ein und beschäftige dich mit Aktivitäten, bei denen du nicht auf Bildschirme starren musst, um die Augen zu entlasten.

Ein Kommentar

  1. Es ist wirklich schwierig, wenn man den ganzen Tag am Bildschirm sitzt, die Augen zu entspannen. Auf den Weg von und zur Arbeit schaut man aufs Handy, danach geht es zu Hause mit dem Laptop weiter. Es ist wirklich kein Wunder, wenn man schon im jungen Alter ans Augen lasern denken muss.

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