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Sudans Staatschef al-Baschir entmachtet

Das sudanesische Militär hat offenbar den langjährigen Präsidenten des Landes, Omar al-Baschir, entmachtet. Das berichten mehrere Medien am Donnerstagvormittag übereinstimmend. Mehrere hochrangige Regierungsmitglieder sollen demnach festgenommen worden sein.

Al-Baschir selbst wurde offenbar zum Rücktritt gezwungen und unter Hausarrest gestellt. Zudem sollen mehrere politische Gefangene freigelassen worden sein. Zuvor hatte die sudanesische Armee eine „wichtige Erklärung“ angekündigt. Dies hatte bereits zu Spekulationen über die anstehende Entmachtung al-Baschirs geführt. Zurzeit sollen Medienberichten zufolge Beratungen über die weiteren Schritte stattfinden. Demnach soll ein „Übergangsrat“ gegründet werden. Wer dieses Gremium anführen soll, war zunächst unklar. Al-Baschir war seit 1993 Staatspräsident des Sudan. In den vergangenen Monaten kam es allerdings vermehrt zu Protesten gegen den autoritären Regierungsstil des Machthabers. Seit Samstag hatten al-Baschir-Gegner das Armee-Hauptquartier in der Hauptstadt Khartum belagert. Zuletzt hatten die Proteste auch zunehmend in Gewalt umgeschlagen. Viele Menschen kamen bei Auseinandersetzungen ums Leben. Al-Baschir wird vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wegen Völkermords und Kriegsverbrechen per Haftbefehl gesucht. Er soll für den gewaltsamen Tod von Millionen Menschen verantwortlich sein.

Foto: Republik Sudan, über dts Nachrichtenagentur

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