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Südkoreas Handelsministerin sieht WTO an „kritischem Wendepunkt“

Die koreanische Kandidatin für den WTO-Chefposten, Yoo Myung-hee, sieht in der durch die Corona-Pandemie verursachten Wirtschaftskrise die einmalige Gelegenheit, die Welthandelsorganisation aus ihrer Krise zu führen. „Es ist die Chance für die WTO zu zeigen, dass sie relevant und beweglich ist“, sagte die südkoreanische Handelsministerin dem „Handelsblatt“. Yoo, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Handelsabkommen Südkoreas mit anderen Ländern verhandelt hat, spricht von einem „kritischen Wendepunkt“.

Für diese Wiederbelebung müssten aber wichtige Reformen endlich umgesetzt werden: Nachdem der neue Generaldirektor gefunden ist, müssten sich die 164 Mitgliedsländer bis Sommer auf Regeln für Subventionen und den Marktzugang einigen. Auch die Zuständigkeit der umstrittenen Berufungsgerichte der WTO müsse genauer geklärt werden. Die Reformvorstellungen der Mitgliedstaaten gingen derzeit noch weit auseinander. „Alle sind jedoch überzeugt davon, dass die Organisation revitalisiert werden muss.“ Acht Kandidaten haben sich für den Posten des Generaldirektors beworfen. In dieser Woche steht die erste Auswahlrunde an. Erstmals in der Geschichte der Welthandelsorganisation könnte eine Frau an die Spitze rücken: Drei der acht Kandidaten sind Frauen. Neben Yoo kandidieren Amina Mohamed, Vizechefin im Sekretariat der Vereinten Nationen aus Kenia, sowie die frühere nigerianische Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala.. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: World Trade Organization WTO in Genf, über dts Nachrichtenagentur

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