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SWR-Intendant Gniffke plant umfassende Reform

Der neue Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Kai Gniffke, plant eine umfassende Reform der zweitgrößten ARD-Anstalt. Er will mittelfristig jedes Jahr Millionen-Summen im Bereich Fernsehen einsparen und in die digitalen Angebote erneuern, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe). Ziel sei es, ein jüngeres Publikum ansprechen, denn hier sieht Gniffke beim SWR "Defizite". In der SZ sagte der ehemalige "Tagesschau"-Chefredakteur: "Wir dürfen die Generation der Menschen, die in den nächsten 20, 30 Jahren für dieses Land Verantwortung tragen wird, nicht aufgeben." Deshalb müsse der SWR "richtig Gas geben" bei Inhalten für junge Menschen. Dafür nehme er sogar in Kauf, "im Fernsehen Verluste bei den Marktanteilen hinzunehmen". Gniffke sagte, es habe "keinen Zweck", mit dem Fernsehen auf unter 30-Jährige zu zielen. Das müsse an anderer Stelle gelingen. Um die nötigen Mittel freizumachen, will Gniffke zunächst Doppelstrukturen in den Nachrichten-Redaktionen der drei SWR-Standorte Stuttgart, Baden-Baden und Mainz abbauen: "Wir werden nicht mehr an allen Standorten alles machen." Stattdessen kündigte er an, dass die News-Produktion künftig nach den Plattformen Fernsehen, Hörfunk und Online "sortiert" werde; das bedeute, dass in Zukunft jeder Standort nur noch jeweils für eine Ausspielform zuständig sei. Zusätzlich will Gniffke spätestens Mitte 2020 ein Innovationszentrum in Baden-Baden aufbauen. "Das wird eine Hexenküche sein, ein Inkubator für Ideen aus dem SWR", sagte der Intendant. Das Innovationszentrum soll "mit mehreren Millionen Euro pro Jahr" neue Formate entwickeln für Milieus, die der SWR derzeit nicht mehr erreiche. Foto: Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur  
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