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Tablet, Notebook, Desktop-PC: Marktanteile und Entwicklung

Smartphones laufen den Desktop-PCs und Tablets den Rang ab, innerhalb der letzten acht Jahre erhöhte sich deren Marktanteil fast auf das Fünffache – und dieser Trend wird sich wohl auch in der Perspektive fortsetzen.

Sowohl in Deutschland als auch im globalen Maßstab befinden sich Desktop-PCs auf dem Rückzug: Wurden im Jahr 2010 weltweit noch 157 Millionen Geräte verkauft, waren es 2017 nur noch 97,8 Millionen. Angesichts der erst anlaufenden Digitalisierung ist diese Entwicklung erstaunlich, zumal sich die Anzahl aller pro Jahr verkauften Geräte von 681,7 Millionen (2010) auf 1.885,2 Millionen (2017) drastisch erhöhte:

PC-Hersteller Tablet, Notebook, Desktop-PC: Marktanteile und Entwicklung

Auch die Prognosen gehen davon aus, dass der Marktanteil der Desktop-PCs in den nächsten Jahren weiter schrumpft: Für 2022 wird ein Verkauf von 86 Millionen Geräten weltweit erwartet. Bei Tablets stellt sich die Situation ähnlich dar, es wird ein Rückgang auf 137,5 Millionen Geräte erwartet. Im Gegenzug dazu sollen die Verkaufszahlen für Smartphones auf knapp 1.679 Millionen Geräte steigen. Dass die Zahlen für Notebooks auf 162,2 Millionen Geräte im Jahr 2022 zulegen, dürfte weniger den Standard-Geräten geschuldet sein: Hier erobern sich vor allem die Ultramobiles den Markt. Derzeit sind die Preise noch relativ hoch, allerdings wird hier eine Bereinigung erwartet.

Klassischer PC-Markt wird (vorerst) weiter schrumpfen

Die klassischen PCs erlebten mit 2017 ein schweres Jahr: Die Verkaufszahlen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 262,5 Millionen Geräte weltweit zurück. Nach wie vor behauptet sich in diesem Markt mit 55,2 Millionen Geräten HP, aber Lenovo kommt bereits auf 54,7 Millionen Geräten. Der Abstand zum dritten Rang ist schon deutlich größer: Dell konnte 39,9 Millionen verkaufte Geräte für sich verbuchen.

Wie das Marktforschungsunternehmen Gartner ermittelte, musste die Branche bis Ende 2017 bereits 13 Quartale mit einem Umsatzrückgang verkraften. Trotz alledem zeichnet sich eine leichte Besserung ab: Im Gegensatz zum US-Markt, der 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8% geschrumpft war, verzeichneten nämlich einige Regionen Wachstumszahlen, wie beispielsweise Japan, Asia/Pacific und Lateinamerika. Selbst in Europa gestaltete sich der Rückgang moderater, hier schrumpfte der Umsatz nur um 1,4%.

In die Kategorie Desktop-PCs fallen sowohl die klassischen Tower-PCs, die unter dem Arbeitstisch stehen, als auch die original so bezeichneten Geräte sowie Mini-Towers, die liegend oder stehend zum Einsatz kommen können – eine klare Abgrenzung wird hier also nicht gezogen. Sie kommen vor allem in Unternehmen zum Einsatz. Der Grund ist relativ banal: Die Geräte sind zuverlässig und lassen sich deutlich schwerer entwenden als etwa ein Notebook. Vor allem im geschäftlichen Bereich wird daher ein sich stabilisierender Markt erwartet, was nicht zuletzt dem Windows 10-Upgrade zu verdanken ist. Die private Nachfrage ist jedoch deutlich eingebrochen, hier dürften sich die mobilen Varianten weiterhin durchsetzen.

Notebooks und Ultramobiles

Die mobilen PCs erfreuen sich einer insgesamt stabilen Nachfrage – allerdings ging dies zu Lasten der Standard-Notebooks: Der Anteil der Ultramobiles wird für 2017 auf 33% geschätzt, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 24% ausmacht. Die kleinen Alleskönner erobern sich vor allem bei Verbrauchern immer weitere Marktanteile. Ein Impulsgeber dürfte das britische Startup Khiron-Sigma sein, das einen vollwertigen Computer inklusive Windows 10 in ein kompaktes Gehäuse packen will. Der Bildschirm soll demnach ganze 8,2 Zoll groß sein, die Tastatur entsprechend knapp bemessen. Trotzdem gewährleistet dieses Ultramobile die Erledigung aller typischen Aufgaben, für sonst ein im Vergleich schweres Notebook mitgeführt werden müsste. Als Alternative ist eine Android-Version geplant, die noch vor der Windows 10-Variante auf den Markt kommen soll.

Tablets – geht der Sinkflug weiter?

Die einst als praktische Flachrechner gehypten Tablets scheinen vorerst ihren Nachfrage-Höhepunkt überschritten zu haben: Seit den Rekordzahlen aus dem Jahr 2014, in dem mehr als 230 Millionen Geräte verkauft wurden, sinken die Zahlen kontinuierlich. Die Prognosen gehen weit auseinander, sehen einige nur noch einen jährlichen Verkauf von 120 Millionen Geräten als wahrscheinlich an, erwarten andere Experten noch 137,5 Millionen Geräte im Jahr 2022. Bei der Ursache besteht allerdings Einigkeit: Smartphones haben den Flachrechnern längst den Rang abgelaufen.

Smartphones auf dem Siegeszug – Ende nicht in Sicht

Sie werden immer leistungsfähiger, erlauben die Kommunikation auf allen digitalen Kanälen und bieten raffinierte zusätzliches Features – Smartphones erobern sich einen immer größeren Marktanteil. Auch wenn die Nachfrage in Westeuropa und in China im vierten Quartal 2017 um 3% im Vergleich zum Vorjahresniveau zurückging, zog sie in anderen Teilen der Welt kräftig an: Mittel- und Osteuropa erzielte ein Plus von 7% und Nordamerika legte um 6% zu. Die Preise stiegen im weltweiten Durchschnitt um rund 10% auf nun 363 US-Dollar. Bei den Prognosen sind sich die Experten einig: Bis zum Jahr 2022 wird der Marktanteil für Smartphones weiter wachsen, es wird ein Verkauf von knapp 1679 Millionen Geräten jährlich erwartet.

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