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Thyssenkrupp-Chef räumt Fehler ein

Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff räumt Fehler in Bezug auf die Führung des Stahl- und Industriekonzerns in den vergangenen Jahren ein. "Vielleicht waren wir an einigen Stellen nicht schnell genug. Beim Thema Performance zum Beispiel hätten wir konsequenter sein müssen", sagte der Manager der "Welt". Dass sich die Zeiten bei Thyssenkrupp unter seiner Ägide nun ändern werden, hatte Kerkhoff in den vergangenen Wochen mit einer Vielzahl strategischer Entscheidungen angedeutet. "Jeder hat da seinen Stil. Ich glaube, ich adressiere die Themen, die derzeit nötig sind", sagte der 51-Jährige. Thyssenkrupp sei noch immer nicht in einem Zustand, in dem es um ein stabiles Weiterentwickeln gehe. "Dazu haben wir noch genügend Baustellen und hausgemachte Themen. Und je zügiger wir die angehen, desto besser." Kerkhoffs wichtigstes Projekt ist die Aufteilung von Thyssenkrupp in einen Industrie- und einen Werkstoffkonzern. Dass der Manager zuvor als Finanzvorstand des DAX-Unternehmens über gut sieben Jahre hinweg eine Teilung stets abgelehnt und stattdessen auf den Erhalt des Konzerns als Ganzes hingearbeitet hatte, ficht ihn nicht an. "Als wir 2011 angefangen haben, war die Situation noch komplett anders", sagte Kerkhoff. Damals habe es hohe Verluste gegeben - und mit den neu gebauten Stahlwerken in Brasilien und den USA zwei Großprojekte, die sich als Fehlinvestitionen herausgestellt haben. "Daher mussten wir das Unternehmen erst wieder wirtschaftlich tragfähig machen. Danach kam die Phase der Stabilisierung. Und erst jetzt sind wir in der Lage, das Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten." Die Teilung sei dabei der konsequente nächste Schritt. Denn die Werkstoffgeschäfte und die Industriegütergeschäfte hätten unterschiedliche Zyklen und Entwicklungen. "Indem wir uns aufteilen, werden die beiden neuen Konzerne schneller und agiler sein und dazu finanziell besser aufgestellt als der Gesamtkonzern derzeit", sagte Kerkhoff, der im Sommer 2018 den Chefposten bei Thyssenkrupp übernommen hat. Sein Vorgänger Heinrich Hiesinger hatte das Amt aufgegeben, weil er sich vom Großaktionär Krupp-Stiftung nicht ausreichend unterstützt sah. Den daraus folgenden Streit im Aufsichtsrat wollte Kerkhoff nicht kommentieren. "Dass es in komplexen Situationen unterschiedliche Auffassungen gibt, das ist doch normal. Wichtig ist, dass alle unseren Plänen zugestimmt haben", sagte er. Foto: Thyssenkrupp, über dts Nachrichtenagentur

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