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Trittin: Gute CDU-Umfragewerte sind Verdienst Merkels

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin sieht die guten Umfragewerte der CDU als Verdienst von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Ich habe Zweifel, dass ihre potenziellen Nachfolger diese Werte halten können“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Bei der nächsten Bundestagswahl wird zum ersten Mal kein Amtsinhaber mehr als Kanzlerkandidat antreten.

„Egal ob nun ein in der Krise gescheiterter Ministerpräsident aus Nordrhein-Westfalen Kanzlerkandidat wird oder ein CSU-Mann, der lange Zeit nördlich der Mainlinie nicht wirklich beliebt war. Alles ist offen“, so Trittin. Die Art und Weise, wie in Deutschland Regierungen gebildet werden, habe sich verändert. „Der Unterschied zwischen links und rechts verschwindet nicht. Aber wir stehen alle vor einer neuen Herausforderung, seit die völkisch-nationalistische AfD in die Parlamente eingezogen ist“, sagte der Politiker. Es brauche belastbare Mehrheiten. In Spanien könne man sehen, wohin Demokratien steuerten, wenn die Auseinandersetzungen zwischen den Lagern unüberwindbar werden. „Dort scheitert ein Teil der notwendigen Corona-Politik auch daran, dass sich immer noch die alten Bürgerkriegsparteien unversöhnlich gegenüberstehen. Oder nehmen Sie die USA. Republikaner und Demokraten sind nicht mehr in der Lage, in entscheidenden Fragen Kompromisse zu finden“, so Trittin. Das blockiere die gesamte Gesellschaft. In Deutschland sei das anders – allerdings hätten das noch nicht alle begriffen. So sei die FDP unter Christian Lindner zur „letzten fundamentaloppositionellen Kraft“ geworden. „Die Partei ist nicht regierungsfähig – und blinkt lieber nach rechts wie in Thüringen“, sagte der ehemalige Umweltminister.

Foto: Angela Merkel, über dts Nachrichtenagentur

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