Mehr als 50 Russische Staatsbürger außerhalb des Landes unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie die Regierung der Mongolei aufforderten, „Wladimir Putin bei seiner Ankunft sofort festzunehmen“. Sie argumentierten, dass Putin aufgrund des Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Ukraine strafrechtlich verfolgt werden müsse. Die Unterzeichner appellierten an die Mongolei, ihrer internationalen Verpflichtung nachzukommen und Putin die Einreise zu verweigern oder ihn umgehend festzunehmen.
Trotz internationalem Druck: Mongolische Regierung empfängt Putin feierlich
Trotz der Forderungen aus Russland und der Tatsache, dass die Mongolei den Römischen Statut des IStGH ratifiziert hat, entschied sich die mongolische Regierung, Präsident Putin offiziell und feierlich zu empfangen. Der mongolische Staatspräsident Ukhnaagiin Khürelsükh begrüßte Putin persönlich am Flughafen und betonte die „traditionell guten Beziehungen“ zwischen den beiden Ländern. Viele Beobachter zeigten sich überrascht und enttäuscht von dieser Entscheidung, da sie als Affront gegen das Völkerrecht gesehen wird.
Menschenrechtsorganisationen üben scharfe Kritik
Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch verurteilten die Entscheidung der mongolischen Regierung aufs Schärfste. Sie forderten die sofortige Festnahme Putins und die Überstellung an den IStGH. Der Mongolei wurde vorgeworfen, ihre Verpflichtungen aus dem Römischen Statut zu missachten und somit Kriegsverbrecher zu schützen. Die Organisationen riefen die Mongolei auf, ihrer moralischen und rechtlichen Verantwortung gegenüber den Opfern der russischen Aggression in der Ukraine nachzukommen.
