Ultraorthodoxe Juden: Straßenschlachten mit Polizei wegen Wehrpflicht-Urteil

Ultraorthodoxe Juden: Straßenschlachten mit Polizei wegen Wehrpflicht-Urteil


Die Wehrpflicht in Israel gilt für alle Frauen und Männer und jetzt auch für die Ultraorthodoxen, die rund 15% der Bevölkerung ausmachen. Dies führt in Jerusalem zu heftigen Protesten. Die ultraorthodoxe Gemeinschaft hat lange Zeit eine Ausnahme von der Wehrpflicht genossen, da sie sich ganz dem Studium der Torah und dem religiösen Leben widmen. Viele sehen in dieser Änderung einen Angriff auf ihre traditionellen Werte und Lebensweise.

Die Einführung der Wehrpflicht für die Ultraorthodoxen ist Teil einer breiteren Debatte in Israel über das Verhältnis zwischen säkularen und religiösen Kräften. Befürworter argumentieren, dass alle Bürger einen gleichberechtigten Beitrag zur Verteidigung des Landes leisten müssen. Kritiker befürchten jedoch, dass der Militärdienst die strengen religiösen Praktiken der Ultraorthodoxen untergraben und ihre Gemeinschaft auseinanderdriften könnte.

In den Straßen von Jerusalem versammeln sich tausende Ultraorthodoxe zu Protesten gegen die neue Regelung. Sie rufen nach dem Erhalt ihrer Ausnahmeregelung und drohen mit zivilen Ungehorsam, sollte die Regierung an ihren Plänen festhalten. Die Spannungen in der israelischen Gesellschaft wachsen, da beide Seiten an ihren Positionen festhalten und einen Kompromiss nur schwer in Sicht ist.

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