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Umfrage: Ehemaligen DDR-Bürgern geht es besser als vor der Wende

Zwei Drittel der ehemaligen DDR-Bürger (65 Prozent) sind überzeugt, dass es den Menschen in Deutschland heute besser geht als zur Zeit des SED-Regimes. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Im "RTL/n-tv-Trendbarometer" bewerten 13 Prozent die Lebenssituation der Bevölkerung als schlechter, 14 Prozent sehen keinen Unterschied zum Leben in der DDR. Für die eigene Person sehen neun Prozent der über 45-Jährigen eine Verschlechterung. 18 Prozent sagen, heute geht es ihnen persönlich "genauso wie früher", für 69 Prozent hat sich die eigene persönliche Lage verbessert. Männer beurteilen die Entwicklung positiver als Frauen. 74 Prozent der männlichen und 65 Prozent der weiblichen Befragten erklären, dass sich ihr Leben seit dem Ende der DDR verbessert hat. Eine Verschlechterung der persönlichen Situation sehen überdurchschnittlich häufig die 55- bis 60-Jährigen (14 Prozent), die Hauptschüler und Befragten mit mittlerem Schulabschluss (elf Prozent) sowie vor allem die Bezieher niedriger Einkommen (29 Prozent). Von Anhängern von Union, FDP und Grünen geben nur zwischen ein und drei Prozent an, dass es ihnen heute schlechter geht als früher. Eine deutlich negativere Einschätzung gibt es unter einigen Anhängern der Linken (14 Prozent), der AfD (15 Prozent) und bei den Nichtwählern (18 Prozent). Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass es bei früheren DDR-Bürgern tiefgreifende Verlustgefühle gibt. 32 Prozent von ihnen sehen ihren Arbeitsplatz - anders, als zu DDR-Zeiten - nicht mehr als sicher an und haben Angst vor einem Jobverlust. 27 Prozent geben an, dass ihr Einkommen und ihre Renten heute niedriger sind als in der DDR. 23 Prozent macht es zu schaffen, dass die finanziellen Belastungen (wie Lebenshaltungskosten und Mieten ) zu hoch geworden sind. 21 Prozent beklagen den Verlust von Stabilität und Sicherheit sowie eine generelle Zukunftsangst, die sie in der DDR nach eigenen Angaben nicht gekannt haben. 17 Prozent hadern mit dem "Verlust von Zwischenmenschlichkeit". In der DDR gab es ihrer Meinung nach nicht so viel Egoismus und Neid, dafür aber ein größeres Maß an "Miteinander". 16 Prozent bemängeln eine schlechtere Infrastruktur. Zehn Prozent äußern ihren Unmut über die Politiker; einige werfen den Politikern von heute sogar vor, "so korrupt wie in der DDR" zu sein. Vier Prozent empfinden, dass es "zu viele Ausländer, Flüchtlinge" gibt. 1.820 Euro beträgt das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen bei denen, denen es heute schlechter geht als zur Zeit der DDR. Diejenigen, die ihre Situation positiv bewerten, haben im Durchschnitt 3.000 Euro netto zur Verfügung. Von denen, die es heute schlechter finden als damals, würden 30 Prozent AfD wählen. Bei denen, die es heute besser finden als damals, sind es 18 Prozent. Von denen, deren Situation sich verbessert hat, leben 90 Prozent gern in ihrer Heimat. Von denen, deren Leben sich verschlechtert hat, fühlen sich nur 68 Prozent wohl in ihrem Wohnort. Für die Umfrage wurden vom 6. bis zum 9. August 1.500 frühere DDR-Bürger befragt, die heute immer noch in den fünf neuen Bundesländern leben und über 45 Jahre alt sind. Foto: DDR-Verbotsschilder, über dts Nachrichtenagentur  

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