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Umweltministerin: Mehr Grün in Städten soll Klimawandel abmildern

Mit einem Bündel von 26 Maßnahmen will die Bundesregierung Kommunen dabei unterstützen, mehr Natur in die Städte zu holen. Das sieht der "Masterplan Stadtnatur" von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vor, der am Donnerstag im Kabinett verabschiedet werden soll. Ziel ist es, in versiegelten Ballungsräumen mehr Grünflächen und Naturräume zu schaffen, um die Folgen des Klimawandels zu mildern sowie neue Lebensräume für bedrohte Insekten und Pflanzen zu schaffen. "Angesichts von Starkregen und Hitzeperioden sind grüne Lösungen unverzichtbar für die Anpassung unserer Städte an den Klimawandel", sagte die Ministerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Selbst kleine Grünanlagen könnten Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung im Hochsommer um drei bis vier Grad senken. Mit dem Masterplan soll ab 2020 unter anderem ein neuer Förderschwerpunkt für Stadtnatur beim Bundesumweltministerium geschaffen werden. Ein bundesweiter Wettbewerb für Insektenschutz in den Kommunen soll mehr Bewusstsein für Natur schaffen. Kinder und Jugendliche sollen in Schulgärten mehr über gesunde Ernährung lernen. Mit Ökologieschulungen für interessierte Bürger will Schulze zudem das Gärtnern in den Stadt fördern: Gemüse und Obst sollen verstärkt auf dem Balkon oder in Gemeinschaftsgärten angebaut werden. Auch sollen in den Kommunen innovative Ideen für Dach- oder Fassadenbegrünung gefördert werden. "Der jüngste Bericht des Weltbiodiversitätsrates hat uns deutlich vor Augen geführt, wie dramatisch der Schwund unserer biologischen Vielfalt voranschreitet", sagte Schulze. Die Intensivierung der Landwirtschaft führe dazu, dass Städte mit ihrer Vielfalt an Lebensräumen für den Naturschutz immer wichtiger würden. Zugleich zögen immer mehr Menschen in die Städte. "Wir wollen mehr unversiegelte Flächen, mehr Natur in Stadtparks, privaten Gärten, Sportstätten, Schulen und Kindergärten, an Gewässern, an Gebäuden und auf Brachen mit Grün", so Schulze. Foto: Blumen, über dts Nachrichtenagentur

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