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Urlaubskosten

Urlaubskosten: 50 Badeorte im Europa-Vergleich

Urlaubskosten Urlaubskosten: 50 Badeorte im Europa-Vergleich

Wien – Die Sommerreise-Saison steht vor der Tür. Während sich Kosten für Anreise und Übernachtung meist bereits im Voraus genau kalkulieren lassen, können die Ausgaben vor Ort schnell aus dem Ruder laufen. Damit der Urlaub kein unerwartet teures Vergnügen wird, hat der ÖAMTC in Kooperation mit seinem Partnerclub ADAC einen Vergleich erstellt. Erhoben wurden die Urlaubsnebenkosten in 50 Urlaubsorten am Meer in zehn europäischen Ländern. „Das günstigste Land für den Sommerurlaub ist Bulgarien. Am meisten belasten die Nebenkosten das Urlaubsbudget in Dänemark“, fasst ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Riedl das Ergebnis zusammen.

Getestet wurden die Preise von 34 typischen Produkten und Dienstleistungen, die den Bedürfnissen einer Familie mit zwei Kindern entsprechen. Insgesamt wurden zwölf Badeorte als „sehr günstig“ beurteilt, ebenso viele wurden als „sehr teuer“ eingestuft. Zehn Mal wurde das Urteil „günstig“ vergeben, sieben Mal „durchschnittlich“ und neun Mal „teuer“. Testsieger ist der Ort Sveti Konstantin an der Schwarzmeerküste in Bulgarien mit einem Warenkorb-Preis von 117,73 Euro. Doppelt so viel, nämlich 231,87 Euro, kosten die 34 getesteten Produkte beim Testverlierer, dem dänischen Badeort Hvide Sande an der Nordsee.

Urlauber müssen in Dänemark tief in die Tasche greifen, denn hier kommt der Gesamtwarenkorb auf durchschnittlich 222,89 Euro. Sehr teuer ist auch der Urlaub in Italien, dem Land mit den zweithöchsten Preisen im Vergleich – 207,76 Euro für alle 34 Produkte. Auf Platz 3 folgt Frankreich mit 200,19 Euro für den Test-Warenkorb. Unschlagbar günstig in puncto Nebenkosten ist Bulgarien mit einem Warenkorbpreis von 122 Euro. Die Türkei reiht sich in der Wertung der günstigsten Länder auf Platz 2 mit 147,16 Euro. Ebenfalls günstig darf sich Griechenland mit 150,08 Euro nennen. Über alle Test-Orte hinweg kostete der Warenkorb durchschnittlich 175 Euro.

Sonnenschirm und Liege für 37 Euro in Italien, gratis in der
Türkei

Laut ÖAMTC-Reisemonitoring liegt Italien auch heuer wieder auf Platz 1 der beliebtesten Auslandsreiseziele. Ein Urlaub in Bella Italia kann jedoch ganz schön ins Geld gehen: Strandliege und Sonnenschirm im Badeort Alassio an der Riviera kosten gesalzene 37 Euro pro Tag und Person. Zum Vergleich: Im türkischen Bodrum gibt es diesen Service gratis, im kroatischen Umag um 4,76 Euro. „Auch seine Sonnencreme sollte man in Alassio besser nicht vergessen, sonst werden 21,04 Euro fällig. In Omis in Kroatien muss man für den Sonnenschutz hingegen nur halb so viel bezahlen“, sagt ÖAMTC-Reiseexpertin Dagmar Riedl. Wer sich auf einer Luftmatratze im kühlen Nass dahintreiben lassen will, wird am bulgarischen Goldstrand bereits ab 2,90 Euro fündig. In Morro Jable auf Fuerteventura kostet dieses Vergnügen zwölf Euro.

Deutliche Preisunterschiede gibt es auch beim Essen: Während man in Obzor in Bulgarien eine Kugel Eis für 36 Cent erhält, muss man auf der Insel Fano in Dänemark fast drei Euro pro Kugel zahlen. Um diesen Preis kann man in Albena in Bulgarien bereits ein Abendessen genießen. 12,73 Euro kostet die Portion Nudeln hingegen in Domburg in den Niederlanden. Beim Essen und Trinken ist Italien im Vergleich günstig: In Caorle kostet ein Teller Spaghetti sieben Euro und ein Cappuccino 1,57 Euro.

Nebenkosten können rasch Reisekosten übersteigen

Wer am Ende einer Reise beim Kassasturz keine böse Überraschung erleben möchte, sollte sein Urlaubsziel gut überlegen. Nicht selten belasten die Nebenkosten die Urlaubskasse stärker als die Pauschalreise selbst. „Am besten denkt man bereits zuhause an all die Dinge, die man im Urlaub braucht, etwa Sonnenmilch. Das gilt vor allem, wenn man in Länder mit hohem Preisniveau fährt“, so der abschließende Rat der ÖAMTC-Expertin.

Hintergrundinfos zur Testmethodik

Der Urlaubsnebenkosten-Test wurde vom ÖAMTC in Kooperation mit dem deutschen Partnerclub ADAC durchgeführt. Die Tester waren in je fünf beliebten Ferienorten in Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Niederlande, Spanien und der Türkei. Getestet wurden die Preise von 34 typischen Produkten und Dienstleistungen einschließlich Mehrwertsteuer. Die Auswahl orientierte sich an den Bedürfnissen einer Familie mit zwei Kindern. Die Produkte waren in vier Kategorien eingeteilt: „Essen und Trinken“ (z.B. Abendessen, eine Portion Pommes, Cappuccino), „Shopping und Extras“ (z.B. Sonnenbrille, Flipflops), „Information und Freizeit“ (z.B. Strandliege mit Schirm, Tageszeitung) und „Gesundheit und Körperpflege“ (z.B. Sonnenmilch, Zahnpasta).

ots-Originaltext Presseaussendung unter ausschliesslicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.

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