In wenigen Stunden fällt die Entscheidung, wer für die nächsten vier Jahre das Präsidentenamt in den USA bekleiden wird – die amtierende Demokratin Kamala Harris oder der ehemalige Präsident und Republikaner Donald Trump. Noch zeichnet sich in den Umfragen kein klarer Favorit ab, was die Wahl weiterhin völlig offen erscheinen lässt.
Trump, der sich vor seiner möglichen Rückkehr ins Weiße Haus sieht, wittert bereits jetzt Betrug und Manipulationen. Er bezeichnet die aktuellen Wahlumfragen, die ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und Harris zeigen, als „gefälscht“ und „irreführend“. Der Ex-Präsident verbreitet weiterhin die unbelegten Behauptungen, dass die Wahl 2020, die er damals verlor, durch Betrug zugunsten seines Kontrahenten Joe Biden entschieden worden sei.
Trumps Anhänger stehen hinter ihrem Kandidaten und glauben ebenfalls an ein systematisches Komplott gegen ihre politischen Interessen. Sie drohen bereits damit, das Wahlergebnis notfalls nicht anzuerkennen, sollte Trump erneut unterliegen. Experten warnen, dass dies zu gewalttätigen Ausschreitungen und einer schweren Verfassungskrise führen könnte.
Angesichts der tiefen Spaltung in der US-Gesellschaft und der aufgeheizten Stimmung im Wahlkampf ist die Befürchtung groß, dass die Entscheidung über die Zukunft Amerikas erneut in einem erbitterten Machtkampf enden könnte. Alle Augen richten sich nun auf den Wahltag selbst und die Frage, ob die Amerikaner zu einer friedlichen Machtübergabe finden werden.
