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VDMA-Präsident Welcker kritisiert Industriestrategie von Altmaier

VDMA-Präsident Carl Martin Welcker kritisiert die Industriestrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Der Mittelstand braucht keinen staatlichen Masterplan“, schreibt VDMA-Präsident Welcker in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe). Welcker reagiert damit auf die „Nationale Industriestrategie 2030“, die Altmaier vergangene Woche vorgestellt hatte.

Darin hatte Altmaier unter anderem vorgeschlagen, dass der Staat zur Abwehr unerwünschter Investoren künftig notfalls selbst Unternehmen befristet erwerben und zu diesem Zweck einen Beteiligungsfonds aufbauen solle. Das hält Welcker für falsch. Wir sollten uns davor hüten, „den Staat zum Unternehmer zu machen, und sei es auch nur temporär“. Entscheiden, handeln, verantworten und haften dürften nicht getrennt werden: „Wir lehnen einen staatlichen Beteiligungsfonds daher ab.“ Den Systemwettbewerb mit China müsse die deutsche Industrie gemeinsam mit der Politik angehen, „aber nicht, in dem wir auf staatliche Eingriffe und Lenkungsmaßnahmen setzen!“, so Welcker. Altmaier wolle die „falsche Medizin“ verschreiben. Der Mittelstand brauche einen starken Staat, der gute Rahmenbedingungen garantiere. Noch wichtiger sei es, Unternehmertum wieder mehr anzuerkennen und Fleiß zu belohnen. „Vielleicht sind wir zu satt geworden?“, so Welcker. „Die Chinesen arbeiten 50 bis 60 Stunden in der Woche, in der deutschen Metallindustrie sind es 35 Stunden. Falsch wäre es, wenn wir uns nicht vor Staatskapitalismus, sondern vor dem Fleiß und der Leistungs- und Risikobereitschaft anderer Völker schützen wollten“.

Foto: Peter Altmaier, über dts Nachrichtenagentur

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