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Verbraucherschützer wollen Lieferkettengesetz für alle Unternehmen

Nach Ansicht des Chefs des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, kann das Textil-Siegel "Grüner Knopf" nur ein Anfang bei der Einhaltung der Menschenrechte in Lieferketten sein. "Andere Branchen müssen nachziehen. Wir brauchen ein Lieferkettengesetz, das alle Unternehmen in die Pflicht nimmt, Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten", sagte Müller dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Auch das wäre ein Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz ." Das Gütesiegel "Grüner Knopf", welches am Montag offiziell vorgestellt wird, soll gewährleisten, dass ökologische und soziale Mindeststandards eingehalten werden. Kleidungsstücke müssen 26 Kriterien erfüllen, bevor sie ausgezeichnet werden. Der VZBV-Chef zeigte sich überzeugt, dass der "Grüne Knopf" Verbrauchern Orientierung beim Einkauf von Textilien bieten könne. "Zu wissen, dass soziale und ökologische Mindeststandards bei der Herstellung eingehalten wurden, ist für viele Verbraucher wichtig beim Kauf von Textilien, aber auch bei anderen Produkten", sagte er. Deshalb sei der "Grüne Knopf" ein guter Anfang. "Das Siegel muss nun halten, was es verspricht. Wir werden die Pilotphase genau beobachten." Unter welchen Bedingungen Menschen arbeiten und Ressourcen genutzt werden, dürfe nicht egal sein, auch wenn die Textilfabrik weit entfernt sei. Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur  

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