Verhältnis Code zu Text als Rankingfaktor bei Google – ja oder nein?

Hat das Verhältnis Textmenge zu HTML-Code grundsätzlich eine Auswirkung auf das Google-Ranking? Vor allem dann, wenn es um die Optimierung einer Webseite geht und die ansprechende Gestaltung des Contents, dann gilt es, viele Faktoren gegeneinander abzuwägen. Einer dieser Faktoren ist das Verhältnis von Code zu Text und dieser löst eine Menge viel Verwirrung aus.

Was ist das Code-to-Text Verhältnis?

Das Code-zu-Text-Verhältnis ist der Prozentsatz des tatsächlichen Textes, den eine bestimmte Webseite hat. Der Code bezieht sich auf den HTML-Code, der auf der Seite eingebettet ist; während der Text die eigentliche Beschreibung oder der geschriebene Inhalt auf der Seite ist. Ein höheres Verhältnis von Text zu HTML weist auf eine bessere Benutzererfahrung hin.

Ein hohes Text-zu-Code-Verhältnis erhöht die Chance, dass die Website einen besseren Rang in den Suchmaschinenergebnissen erhält. Die meisten Suchmaschinen verwenden das Code-zu-Text-Verhältnis, sodass die Internetseite einen führenden Vorteil gegenüber den Mitbewerbern und über alle Suchmaschinen hinweg hat, wenn ein höheres Text-zu-HTML-Verhältnis auf der Website besteht. Kurz gesagt, die SEO Sichtbarkeit wird erhöht.

Wenn einer Webseite übermäßig viel HTML-Code hinzugefügt wird, kann dies zu einer erhöhten Ladezeit im Browser eines Besuchers führen. Daher ist die Benutzererfahrung unbefriedigend, da die meisten Webseiten Besucher eine sehr geringe Toleranz für eine langsame Seitenladegeschwindigkeit haben.

Text-Code-Ratio – zusammenfassend: Wie viel Text sollte die Website enthalten!

Wird in den Zeiten der intelligenten Google-Suche weiterhin das Verhältnis zwischen Code zu Text auf den Webseiten vom Algorithmus berücksichtigt?

Einige SEO-Profis behaupten, dass Code-to-Text nicht nur zur Verbesserung der Benutzererfahrung, sondern auch als wichtiger Rankingfaktor für Suchmaschinen verwendet wird.

Von Suchmaschinen Code to Text soll verwendet werden, um die Relevanz einer Webseite zu bestimmen. Liegt ein niedrigeres Code-to-Text-Verhältnis vor (weniger Text auf der Webseite), entsteht Verwirrung in den Crawlern.

Wieso denn? Weil Crawler nicht genug Informationen haben, um den Kontext der Webseite zu bestimmen und somit nicht wissen, worum es geht.

Der Beweis

Beginnen wir mit der ersten Frage: Ist das Verhältnis von Code zu Text ein Rankingfaktor?

Am 27. März 2018 bestätigte John Mueller von Google in einem Google Webmaster Office Hours Hangout, dass Code-to-Text kein Rankingfaktor ist. Mueller erklärte, dass bestimmte Websites mehr HTML verwenden, während andere weniger verwenden. Er sagte: „Es ist eher eine Frage des Designs und wie die Dinge auf der Website eingerichtet sind.“

Also, sollten sich Webmaster um das Verhältnis von Code zu Text kümmern?

Jetzt, da bekannt ist, dass Code-to-Text kein Ranking-Signal ist, ist es dennoch weiterhin relevant, sich auf SEO zu konzentrieren?

Kurze Antwort: Ja.

Das Code-to-Text-Verhältnis kann aufzeigen, ob ein überdimensionierter HTML-Code besteht, der die Seitengeschwindigkeit verlangsamen kann, insbesondere auf Mobilgeräten.

Mit Core Web Vitals in der Google Search Console können Webmaster erkennen, wie SEO und Benutzererfahrung Hand in Hand gehen. Dieser Bericht kann dabei helfen, die Punkte zwischen Inhalt und Seitengeschwindigkeit zu verbinden. Er zeigt, wie lange es dauert, den Hauptinhalt zu laden, wie er geladen wird und wie sich das Layout ändert. Das kann dabei helfen, die Bereiche der Webseite zu identifizieren, bei denen Nutzer Probleme haben.

Was ist ein gutes Verhältnis von Code zu Text?

Eine gute Faustregel, wenn es um das Verhältnis von Code to Text geht, ist, zwischen 25 und 70 % sichtbaren Text im Vergleich zu nicht sichtbaren Elementen (z. B. Alt-Tags) anzustreben.

So wird das Verhältnis von Code zu Text verbessert

Der Schlüssel zur Verbesserung des Code-zu-Text-Verhältnisses ist der Aufbau einer besseren Benutzererfahrung. Zunächst muss sichergestellt werden, dass der HTML-Code gültig ist. Dies kann mit einem Tool überprüft werden. Liegt ein ungültiger HTML-Code vor, sollte dieser entfernt werden.

Als Nächstes sollte die Seitengeschwindigkeit überprüft und herausgefunden werden, was verbessert werden kann. Dabei sollten unnötige Codes wie Leerzeichen, Tabulatoren, Kommentare usw. entfernt werden. Zudem sollten nach Möglichkeit Tabellen vermieden werden, denn durch diese entsteht viel HTML.

Letztendlich gilt es dann, alle versteckten Texte zu entfernen, die nicht öffentlich sichtbar sind. Zudem sollte die Größe der Bilder verändert und diese komprimiert werden. Dabei sollte versucht werden, die Seitengröße unter 300 KB zu halten.

Optimierung des Verhältnisses von Text zu HTML in der Zusammenfassung

Webmaster sollten nach Möglichkeit die folgenden Tipps nutzen, um das Text-zu-HTML-Verhältnis der Webseite zu optimieren und die Benutzererfahrung zu verbessern:

  • Überprüfen ob der HTML-Code gültig ist
  • Unnötige Codes entfernen
  • Große weiße Flächen löschen/entfernen
  • Viele Tabs vermeiden
  • Kommentare im Code entfernen
  • Tabellen vermeiden. Tabellen sollten im Layout nur genutzt werden, wenn es unbedingt erforderlich ist
  • CSS zum Stylen und Formatieren nutzen
  • Die Größe der Bilder verändern
  • Alle unnötigen Bilder entfernen
  • Javascript und Flash nur bei Bedarf verwenden
  • Die Größe der Seite unter 300 KB halten
  • Versteckte Text, der für andere nicht sichtbar ist, entfernen
  • Interne Links nutzen, um Benutzern die Navigation auf der Website zu erleichtern, und sicherstellen, dass die Links Link Juice weitergeben
  • Die Seite muss immer etwas Klartext enthalten. Das bedeutet, leicht lesbaren Text mit hochwertigen Benutzerinformationen hinzufügen.

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