Verivox-Berechnungen: Auch Stromnetzgebühren steigen in 2020

Neben der EEG-Umlage steigen im nächsten Jahr auch die Stromnetzgebühren. Besonders Haushalte in Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland würden betroffen sein, heißt es in den Berechnungen des Vergleichsportals Verivox, über welche die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben) berichten. Laut den aktuellen Veröffentlichungen der Stromnetzbetreiber würden die sogenannten Netznutzungsentgelte im Strombereich 2020 im Bundesdurchschnitt um rund 6 Prozent steigen.

Bei einem Jahres-Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeute dies eine Steigerung um 16 Euro auf 293 Euro (ohne Mehrwertsteuer), heißt es in den Berechnungen des Vergleichsportals weiter. In den alten Bundesländern falle die Erhöhung deutlich höher aus als in den neuen Bundesländern. Mit einem Plus von neun Prozent würden die Stromnetzgebühren besonders stark in Hamburg steigen. Ein Aufschlag von jeweils acht Prozent werde auf die Stromkunden in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zukommen. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen würden die Verteuerungen mit weniger als zwei Prozent hingegen moderat ausfallen, heißt es in den Verivox-Berechnungen, über welche die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten. Die Gebühr fürs Nutzen der Netze macht etwa ein Viertel des gesamten Strompreises aus. Die Entgelte werden nicht bundesweit einheitlich, sondern für die regionalen Netzbetreiber jeweils separat berechnet. Für ein weiteres Viertel des Strompreises steht die EEG-Umlage, mit der die Förderung der erneuerbaren Energien finanziert wird. Die Bundesnetzagentur hat am Dienstag bekannt gegeben, dass es hier im nächsten Jahr eine Verteuerung um rund fünf Prozent auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde geben werde.

Foto: Stromzähler, über dts Nachrichtenagentur

 

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