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Verkaufsgerüchte um bauMax

Verkaufsgerüchte um bauMaxWien – Die Talfahrt der Baumarktkette bauMax begann 2011. In dem Jahr schlugen sich außerplanmäßige Abschreibungen in Ungarn und Kroatien in der Höhe von rund 25 Millionen Euro zu Buche. Die bauMax Gruppe musste einen Verlust von 57,2 Millionen Euro hinnehmen. Der Nettoverlust der bauMax AG betrug 14,6 Millionen Euro. Im Jahr zuvor konnte noch ein Gewinn von 18,4 Millionen Euro erzielt werden. 2012 erhöhte sich der Verlust weiter und erreichte die dreistellige Millionenhöhe. Nun wehrt sich CEO Michael Hürter gegen Gerüchte um einen möglichen Verkauf.

Schwierigkeiten in Osteuropa

Für Hürter, designierter Chef der Kette, der bereits im Vorstand tätig ist und ab April die Geschäftsführung übernehmen wird, liegen die Probleme vor allem im Osteuropa-Geschäft. bauMax stehe nicht gut da, meint er, aber ein Verkauf mitten im Umbau stehe nicht zur Diskussion. „Allgemein gesprochen hat man nach einer Restrukturierung mehr Optionen“, erklärt er. Obwohl Investmentbanken mit der Suche nach möglichen Käufern beauftragt waren, sei kein ganzheitlicher Verkaufsauftrag erteilt worden, ergänzt er. Inzwischen, so wurde im Oktober 2013 von der Tageszeitung. Die Presse verlautet, sei das gesamte Unternehmen sowie die Marke samt Rechten und die Immobilien an die Banken verpfändet. bauMax, 1976 von Karlheinz Essl gegründet, wird seit 1999 von seinem Sohn Martin geführt. Bereits im Vorjahr hat die Familie Essl beschlossen, Familie und Vorstand der Baumarktkette zu trennen. So wird Martin Essl mit 31. Jänner 2014 als Vorstandsvorsitzender zurücktreten und in den Aufsichtsrat wechseln. Neuer Finanzvorstand wird Michael Seidel.

Von Lloyd Fonds zu bauMax

Michael Seidel kommt aus Hamburg. Er kann auf 17 Jahre Berufserfahrung bei Otto verweisen. Zuletzt war er für das Unternehmen als CFO für 19 Länder tätig, danach übernahm der die Leitung von fünf Max Bahr Heimwerkermärkten in Deutschland. Max Bahr befand sich unter der Dachgesellschaft Praktiker. Im Rahmen eines Restrukturierungsverfahrens sollten alle Praktiker Märkte auf Max Bahr umgerüstet werden. Doch Praktiker meldete im Juli 2013 Insolvenz an. Max Bahr war zu diesem Zeitpunkt noch nicht betroffen. Aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung der Lieferanten durch einen Warenkreditversicherer musste nur zwei Wochen später auch Max Bahr Insolvenz anmelden. Ende 2013 wurden mehr als die Hälfte der Märkte von Soltauer Hagebau und Bauhaus übernommen. Nach der Übernahme wechselte Michael Seidel zu Lloyd Fonds und Hannover Leasing, wo er als CFO und CRO tätig war. Seine Erfahrungen bei Lloyd Fonds könnten bauMax zugute kommen, denn das Unternehmen erarbeitet Restrukturierungskonzepte und führt diese auch durch.

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