Der Tod des mexikanischen Drogenbosses „El Mencho“ durch mexikanische Spezialeinheiten hat eine Welle der Gewalt in ganz Mexiko ausgelöst. „El Mencho“, mit bürgerlichem Namen Nemesio Oseguera Cervantes, war Mitbegründer und Anführer des Jalisco-Kartells der Neuen Generation (CJNG), einer der mächtigsten kriminellen Organisationen des Landes. Oseguera wurde im Juli 1966 in Michoacán geboren und zog später in die USA, wo er laut der US-amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) in den 1990er-Jahren maßgeblich am Drogenhandel beteiligt war. 1994 wurde er in Kalifornien wegen Verschwörung zum Heroinhandel verurteilt und verbüßte fast drei Jahre in einem US-Gefängnis. Nach seiner Rückkehr nach Mexiko arbeitete er kurzzeitig als Polizist in Jalisco, bevor er seine kriminellen Aktivitäten wieder aufnahm und schließlich eines der gefürchtetsten Kartelle Mexikos anführte. Vor der Gründung von CJNG war Oseguera als Chef der Auftragsmörder für das Milenio-Kartell tätig und später für Sicherheit und Gewalt beim Sinaloa-Kartell verantwortlich.
