Video: Kölner Künstler von Bombenentschärfung betroffen

Video: Kölner Künstler von Bombenentschärfung betroffen


In der Nacht zum Dienstag, dem 27. Mai 2025, sorgte ein Bombenfund in der Kölner Innenstadt für Aufregung. Unter den rund 5.000 evakuierten Anwohnern befand sich auch der bekannte Kölner Künstler Cornel Wachter, der den Vorfall hautnah miterlebte.

Der Bombenfund

Am Montagabend wurde bei Bauarbeiten im Bereich Hardefuststraße/Sachsenring eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Behörden reagierten umgehend und leiteten eine großräumige Evakuierung ein. Etwa 5.000 Menschen mussten kurzfristig ihre Wohnungen verlassen, darunter viele Bewohner der Kölner Südstadt.

Cornel Wachters Erlebnis

Der 63-jährige Künstler Cornel Wachter, bekannt für sein soziales Engagement und seine künstlerischen Arbeiten, war direkt von der Evakuierung betroffen. In einem Interview schilderte er seine Erlebnisse: „Es war schon ein Schock, als plötzlich die Polizei an der Tür klingelte und uns aufforderte, das Haus zu verlassen. Man denkt ja nicht, dass so etwas einem selbst passieren kann“.

Wachter, der seit Jahrzehnten in der Kölner Südstadt lebt und arbeitet, musste wie viele seiner Nachbarn improvisieren. „Zum Glück konnte ich bei Freunden unterkommen. Es war eine seltsame Nacht, aber auch ein Moment der Solidarität in der Nachbarschaft“ erinnert sich der Künstler.

Die Entschärfung

Die Bombenentschärfung begann am frühen Dienstagmorgen. Um 7:10 Uhr gab der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland Entwarnung: Die Bombe war erfolgreich entschärft worden. Für viele Anwohner, einschließlich Cornel Wachter, bedeutete dies eine unruhige Nacht, gefolgt von der Erleichterung, in ihre Häuser zurückkehren zu können.

Reaktionen und Auswirkungen

Die kurzfristige Evakuierung sorgte bei einigen Betroffenen für Unmut. „Um 17 Uhr erfährst du, dass du raus musst. Was machst du dann?“ äußerte sich ein Anwohner kritisch. Cornel Wachter hingegen betonte die Professionalität der Einsatzkräfte: „Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell und effizient die Behörden gehandelt haben. In solchen Momenten wird einem bewusst, wie wichtig der Zusammenhalt in der Gemeinschaft ist.“

Wachters künstlerische Perspektive

Für Cornel Wachter, der erst kürzlich mit dem Ehrenpreis der „Lesegesellschaft zu Köln von 1872“ ausgezeichnet wurde bot das Erlebnis auch künstlerische Inspiration. „Als Künstler verarbeitet man solche Erfahrungen natürlich. Es erinnert uns daran, wie fragil unsere Sicherheit manchmal sein kann und wie wichtig es ist, füreinander da zu sein“ reflektierte er.

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