Niedliche Szenen in Belgien: In einem belgischen Zoo ist erstmals in dem Land eines der seltensten und auffälligsten Affen der Welt geboren worden. Die Geburt eines Goldstumpfnasenaffen fand im vergangenen Monat in Pairi Daiza in Brugelette statt und ist das Ergebnis einer engen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen chinesischen und belgischen Zuchtinstitutionen, die darauf abzielt, die Art zu erhalten. Die erfreuliche Nachricht wird als historischer Moment für den Primaten beschrieben, der von der International Union for Conservation of Nature als gefährdet eingestuft wird. Drei Affen – die Weibchen Juan Juan und Lu Lu sowie ein Männchen, Liuyun – kamen im Mai 2025 in den Park. Ihr Transfer, die Quarantäne und die Eingewöhnung wurden von europäischen und chinesischen Teams begleitet. Die Anlagen wurden so gestaltet, dass sie ihren natürlichen Lebensraum nachbilden. Die Geburt folgte Wochen sorgfältiger Beobachtung, wie Tierarzt Yang Liu mitteilte. Mutter Lu Lu gehe es sehr gut, ihr Appetit sei gut, und ihr Allgemeinzustand sei ausgezeichnet. Auch die übrigen Mitglieder der Gruppe seien dem Neugeborenen gegenüber sehr aufmerksam. Sorgfältige Betreuung und harmonisches Zusammenleben Liuyun und Juan Juan helfen demnach dabei, das Jungtier zu putzen und zu beschützen. Die kleine Familie kooperiere harmonisch, heißt es. Die Wochen vor der Geburt seien von engmaschiger Kontrolle geprägt gewesen, um sicherzustellen, dass sich das Tier in der neuen Umgebung stabilisiert und die Mutter ausreichend Ruhe und Sicherheit findet. Der Goldstumpfnasenaffe ist in den Bergwäldern Südwestchinas beheimatet, doch in freier Wildbahn könnten nur noch etwa 8.000 Tiere leben. Die Art gilt damit als besonders selten, und erfolgreiche Nachzuchten werden als wichtiger Beitrag zum Erhalt der Population betrachtet, vor allem wenn sie auf international abgestimmten Programmen und wissenschaftlicher Zusammenarbeit beruhen.
