Im spektakulären Prozess um einen Giftpilz-Mord in Australien ist das Strafmaß gefallen.
In einem aufsehenerregenden Fall, der international für Schlagzeilen sorgte, ist das Urteil im australischen Giftpilz-Mordprozess gesprochen worden. Eine Frau wurde für schuldig befunden, ihre Schwiegereltern mit Knollenblätterpilzen, einem der giftigsten Pilze der Welt, vergiftet zu haben.
Schwiegermutter gestorben, Schwiegervater schwer krank
Die Verurteilte, Erin Patterson, wurde für schuldig befunden, ihre Schwiegermutter Heather Wilkinson getötet und ihren Schwiegervater schwer krank gemacht zu haben. Die Tat ereignete sich bei einem gemeinsamen Mittagessen im Juli letzten Jahres, bei dem Patterson angeblich Pilz-Beef Wellington servierte.
„Abscheuliche Tat“
Richterin Justice Melinda Richards bezeichnete die Tat als „abscheulich“ und verurteilte Patterson zu einer langjährigen Haftstrafe. „Ihre Taten waren kaltblütig und berechnend“, sagte Richards bei der Urteilsverkündung. „Sie haben das Vertrauen Ihrer Familie auf schändliche Weise missbraucht.“
Motiv unklar
Obwohl die Staatsanwaltschaft ein Motiv für die Tat vermutet hatte, konnte dieses im Laufe des Prozesses nicht eindeutig bewiesen werden. Patterson selbst beteuerte ihre Unschuld und gab an, die Pilze unwissentlich falsch identifiziert zu haben. Die Geschworenen schenkten ihrer Darstellung jedoch keinen Glauben und sprachen sie schuldig.
Langjährige Haftstrafe
Erin Patterson wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt, davon mindestens 22 Jahre ohne Bewährung. Der Fall hat in Australien und darüber hinaus große Bestürzung ausgelöst und die Gefahren des Konsums von Wildpilzen in den Fokus gerückt. Experten raten dringend davon ab, Pilze zu sammeln und zu essen, ohne über fundierte Kenntnisse zu verfügen.

Die Erklärung seitens der Verurteilten, warum sie keine Pilzvergiftung hatte, wäre interessant zu lesen, hingegen kein Wort darüber, wie in allen anderen Bla-Bla-Medien ebenfalls! Sind die Journalisten nicht neugieriger??