Venezuela hat laut offiziellen Angaben als Zeichen des guten Willens damit begonnen, prominente Oppositionelle, Aktivisten und Journalisten – sowohl venezolanische Staatsbürger als auch Ausländer – freizulassen. Dieser Schritt erfolgte knapp eine Woche, nachdem US-Truppen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores festgenommen hatten, um sie in New York wegen Drogenhandels anzuklagen. Einer der im Rahmen dieser „Friedensinitiative“ Freigelassenen ist der ehemalige Oppositionskandidat Enrique Márquez, wie die Opposition mitteilte. Die Freilassung ist Teil einer Reihe von Forderungen der USA nach der Razzia, so eine Quelle, die mit dem Briefing der US-Regierung vor Abgeordneten vertraut ist. US-Präsident Donald Trump lobte die Geste auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social und bezeichnete sie als „sehr wichtige und kluge Geste“ Venezuelas. Er beschrieb sie als Zeichen des „Strebens nach Frieden“ und kündigte die Absage einer „zuvor erwarteten zweiten Angriffswelle“ an. Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado begrüßte die Freilassungen ebenfalls und sagte, sie bewiesen, dass „Ungerechtigkeit“ in dem Land nicht die Oberhand gewinnen werde. Menschenrechtsorganisationen in Venezuela schätzen, dass das Land etwa 800 bis 1.000 politische Gefangene festhält. Die meisten Gefangenen wurden nach Protesten im Anschluss an die Wahlen 2024 festgenommen. Die Wahl gilt weitgehend als von Maduro manipuliert.
