Für Kiels Bürgermeister Peter Todeskino ist die jüngste Meldung der Kieler Nachrichten, dass der Voith-Konzern sein Werk am Nord-Ostsee-Kanal in Zukunft nur noch als Servicestandort betreiben will, eine sehr bedauerliche Nachricht. „Es droht, dass die Landeshauptstadt dort wichtige Arbeitsplätze und wertvolles Know-how verlieren wird“, sagte der Verwaltungschef am Montag, dem 27. Januar. Laut Medienberichten soll die Belegschaft, die derzeit mehr als 200 Beschäftigte umfasst, perspektivisch auf nur noch 120 Mitarbeiter reduziert werden.
„Stadt und Wirtschaftsförderung haben vor rund zehn Jahren sehr viel in den Standort investiert und sind dabei ein erhebliches Risiko eingegangen, um Voith überhaupt erst in Kiel ansässig zu machen“, betonte Bürgermeister Todeskino. Dass nun strategische Entscheidungen des Konzerns dazu führen, den Standort so massiv herunterzufahren, sei für ihn sehr schmerzhaft. Seine Hoffnung richte sich vor allem auf diejenigen Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden. „Ich wünsche mir inständig, dass diese Menschen möglichst reibungslos und ohne Unterbrechung eine neue Chance in Kiel oder der näheren Umgebung bekommen, um ihre wertvollen Fähigkeiten und Kompetenzen wieder einsetzen zu können“, so der Bürgermeister.
Er betonte, dass die Stadt Kiel und die regionale Wirtschaftsförderung damals sehr viel Mühe und Engagement investiert hätten, um den Voith-Standort in der Landeshauptstadt zu etablieren. Nun sei es umso frustrierender, dass der Konzern seine Pläne offenbar so drastisch zurückfahre. Todeskino zeigte sich besorgt, dass Kiel damit wertvolle Arbeitsplätze und wichtiges Know-how verlieren könnte. Er werde sich dafür einsetzen, dass die betroffenen Mitarbeiter schnell neue Beschäftigungsperspektiven in der Region finden.
