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Volkswagen – Anwaltskanzlei beantragt Zentralisierung aller Klagen

Diesel Bernstein Litowitz Berger & Grossmann LLP („BLB&G“) stellte heute als Vertreter einer geplanten landesweiten Sammelklägergruppe von Fahrzeugbesitzern und -Leasingnehmern, deren Volkswagen mit „TDI Clean Diesel“-Motoren ausgestattet sind, einen Antrag auf Zentralisierung aller Klagen im Zusammenhang mit „Clean Diesel“-Marketing, Verkaufspraktiken und Produkthaftung von Volkswagen im US District Court mit Zuständigkeit für den Central District von Kalifornien. Der Antrag betrifft alle Sammel- und Einzelklagen auf Schadenersatz für Verbraucher, die durch die von Volkswagen zugegebene illegale Praxis des Einbaus von ausgefeilter Software zur Überlistung der Abgasstandards Schaden erlitten haben.
„Die von Volkswagen betriebene Überlistung der kalifornischen und US-bundesgesetzlichen Emissionsstandards ist wirklich schockierend und verwerflich, und alle betroffenen Verbraucher haben das Recht auf Schadensbehebung“
Zu den betroffenen Fahrzeugen gehören:
  • Audi A3 TDI (2009-15)
  • Beetle TDI (2009-15)
  • Beetle Cabrio TDI (2009-15)
  • Golf TDI (2009-15)
  • Golf SportWagen TDI (2009-2015)
  • Jetta TDI (2009-15)
  • Jetta SportWagen TDI (2009-2015)
  • Passat TDI (2012-15)
Landesweit wurden im Zusammenhang mit dem Emissionsskandal bisher mehr als 150 sogenannte Sammelklagen gegen Volkswagen erhoben. BLB&G Partner Blair A. Nicholas, Leiter des Volkswagen-Prozessteams der Kanzlei, erklärte dazu heute: „Das Central-District-Gericht von Kalifornien ist das geeignetste Gericht für zentralisierte Ermittlungsverfahren, da es über ausgedehnte Erfahrung mit komplexen Prozessen bezüglich Automobilmängeln verfügt, darunter auch gegen ausländische Fahrzeughersteller.“ Nicholas erläuterte des Weiteren, dass das Central District im Mittelpunkt des Volkswagen-Betrugs stehe, „da Kalifornien die strengsten Emissionsstandards in die USA hat, die mit der Abschalteinrichtung von Volkswagen überlistet werden sollten. Kalifornien hatte am stärksten unter dieser Verfehlung zu leiden, denn Volkswagen verkauft mehr Autos in Kalifornien als in anderen US-Bundesstaaten, es unterhält mehrere Werke im Central District von Kalifornien (darunter auch das größte „Testzentrum“ und einzige Emissionstestlabor des Unternehmens in Nordamerika) und der verbreitete Betrug von Volkswagen bei den Emissionstest wurde vom California Air Resources Board ans Licht gebracht .“ Volkswagen hat eingeräumt, dass es die Software in TDI-Modellen manipuliert hat, um die Emissionstests in Kalifornien und der Bundesbehörde EPA zu überlisten, so dass seine Fahrzeuge schädliche Partikel und Chemikalien mit mehr als 40 mal höheren als den erlaubten Grenzwerten ausstoßen konnten. „Unser Unternehmen war unehrlich gegenüber der EPA und dem California Air Resources Board und Ihnen allen, und - auf Deutsch gesagt - wir haben totalen Mist gebaut“, erklärte Michael Horn, Chief Executive der Volkswagen Group of America. Zuletzt hatte Volkswagen angekündigt, es werde bis zu 11 Millionen Fahrzeuge weltweit „nachrüsten“, um die illegale Software in Ordnung zu bringen. Volkswagen hat jedoch nicht bekanntgegeben, wie sich die geplante „Nachrüstung“ auf den Wert des Fahrzeugs und die überlegene Fahrleistung, den niedrigen Kraftstoffverbrauch und niedrige Emissionen auswirken wird, die Volkswagen den Verbrauchern versprochen hatte. „Die von Volkswagen betriebene Überlistung der kalifornischen und US-bundesgesetzlichen Emissionsstandards ist wirklich schockierend und verwerflich, und alle betroffenen Verbraucher haben das Recht auf Schadensbehebung“, so Nicholas weiter.

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