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Volkswagen verfehlt Renditeziel für 2018

Die Automarke VW hat laut eines Medienberichts im vergangenen Jahr trotz stärkerer Verkäufe einen niedrigeren Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Umsatz sei zwar im Vergleich zu 2017 von knapp 80 Milliarden auf rund 85 Milliarden Euro gestiegen, der operative Gewinn sei jedoch von 3,3 Milliarden auf 3,2 Milliarden Euro leicht zurückgegangen, berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf bislang unveröffentlichte Zahlen. Das habe Auswirkungen auf eine Kennzahl, die das VW-Management und die Aktionäre besonders im Blick haben: Die Umsatzrendite sei von 4,1 auf 3,8 Prozent gesunken, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter.

Der Wert liege unter den Erwartungen von Konzernchef Herbert Diess, der für die Kernmarke VW für dieses Jahr ein Renditeziel von 4 bis 5 Prozent ausgegeben hatte. Mittelfristig fordert er von seinem Team sogar 6 Prozent Rendite, damit ausreichend Geld für Zukunftsinvestitionen in Elektromobilität und autonomes Fahren zur Verfügung steht. Grund für die aktuelle Gewinnschwäche sind vor allem Probleme mit den neuen Abgastestvorgaben der EU. Weil Volkswagen es nicht rechtzeitig schaffte, seine Modelle nach dem vorgeschriebenen Prüfstandard WLTP zu zertifizieren, konnte der Hersteller seinen Kunden monatelang nur eine stark eingeschränkte Modellpalette anbieten. Händler mussten Kaufinteressenten zum Teil mit Rabatten dafür entschädigen, dass sie sich mit alternativen, bereits freigegebenen Modellvarianten begnügten. Im dritten Quartal brach das Ergebnis deshalb ein. Volkswagen wolle die Zahlen nicht kommentieren und verweise auf eine Pressekonferenz am 13. März 2019, berichtet der „Spiegel“.

Foto: VW-Logo, über dts Nachrichtenagentur

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