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VW-Manager sieht neuen Realismus beim autonomen Fahren

Der Vorstandschef von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Thomas Sedran, hat einen neuen Realismus beim autonomen Fahren bemerkt: Die Autohersteller verfolgen die Technik mit viel weniger Euphorie als noch vor einem Jahr. "Alle sind sehr viel skeptischer und vor allem realistischer geworden. Das hat auch einen positiven Effekt, denn nun wird intensiv an realitätsnahen Konzepten gearbeitet", sagte Sedran dem "Handelsblatt". Neuer Realismus heiße bei Volkswagen an erster Stelle, dass die Entwicklung kommerzieller Anwendungen eindeutig im Vordergrund stehe. Die Volkswagen-Transportertochter hat für den gesamten VW-Konzern die zentrale Verantwortung für das autonome Fahren. Für private Kunden sei autonomes Fahren auch auf längere Sicht einfach viel zu teuer, so der VW-Manager. "Im kommerziellen Betrieb sieht das alles anders aus, da können die Kosten über die Fahrten am Tag umgelegt werden. Autonome Systeme ermöglichen den Transport von Menschen oder Gütern auch ohne Fahrer", sagte Sedran. Der Verzicht auf den Fahrer sei der wesentliche Baustein, mit dem die hohen Investitionen in das autonome Fahren wirtschaftlich tragfähig würden. Die Entwicklung hin zu funktionstüchtigen autonomen Systemen sei noch ein langer Weg. "Im größeren Umfang werden wir diese Autos vielleicht von 2025 an verkaufen", so der VW-Manager weiter. Volkswagen müsse mit Investitionen in Milliardenhöhe rechnen. Das mache Gemeinschaftsprojekte mit anderen Unternehmen zur "besten Wahl". Eine Option könnte dabei die geplante Zusammenarbeit mit Ford sein. "Die Gespräche mit Ford hierzu laufen sehr vielversprechend", sagte Sedran dem "Handelsblatt". Foto: VW-Logo, über dts Nachrichtenagentur

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