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Wachstumsmarkt Mobile- und Browser-Games

Space Invaders - Wachstumsmarkt Mobile- und Browser-Games
Im vergangenen Jahr setzten die Mobile- und Browser-Games ihren Siegeszug in Deutschland weiter fort und erreichten zusammen ein Umsatzvolumen von 746 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2014 wuchs der Umsatz damit um über 89 Millionen Euro. Dieser Trend soll sich auch in diesem Jahr weiter fortsetzen, weshalb Experten von einer weiteren Umsatzsteigerung auf insgesamt 815 Millionen Euro ausgehen. Davon entfallen 477 Millionen Euro auf Browser- und 338 Millionen Euro auf Mobile-Games. Die traditionelle Videospielbranche kann von einem solchen Wachstum nur träumen. Schließlich fällt der Zuwachs bei ihnen deutlich moderater aus 2016 in Deutschland schätzungsweise nur um 22 Millionen Euro. Dadurch übernehmen Mobile- und Browser-Spiele zunehmend eine Führungsposition innerhalb der Gaming-Industrie.

Digitale Games Deutschland - Wachstumsmarkt Mobile- und Browser-Games

Während klassische Spieleentwickler also zunehmend unter Druck geraten, wächst der Markt für die Smartphone-, Browser- und Tablet-Spiele ungebremst weiter. Sie sind erster Linie unkomplizierte Spiele für zwischendurch. Die Spieler können die notwendigen Apps problemlos aus den verschiedenen digitalen Stores laden und nach der Installation gleich loslegen. Diese Spiele sind meistens kostenlos und plattformübergreifend erhältlich, sodass auch Nutzer mit Desktop-PCs auf die gleichen Anwendungen über Portale wie ProSieben Games zugreifen können. Die Reichweite dieser Games ist enorm, da sie fast jeder Nutzer mit einem internetfähigen Gerät spielen kann.

Nutzer in Deutschland


Das spiegelt sich auch in den hohen Nutzerzahlen wider. Deutschlandweit gibt es mittlerweile schätzungsweise 46 Millionen Smartphone- und Tablet-Nutzer. Über 32 Prozent davon nutzen Mobile-Games regelmäßig. Ähnlich hoch sind die Zahlen bei Browser-Games, die deutschlandweit von über 16 Millionen Bundesbürgern täglich konsumiert werden.

Games Endgeraete - Wachstumsmarkt Mobile- und Browser-Games

Geschäftsmodell ohne Zwang


Obwohl es sich bei diesen Spielen um kostenlose Anwendungen handelt, verdienen die Entwickler trotzdem sehr viel Geld mit ihnen. Dieses Geschäftsmodell nennt sich "Free-to-Play" oder "Freemium". Die Spieler können auf diese Spiele kostenlos zugreifen, normal im Spielgeschehen vorankommen und in vielen Fällen sogar bis zum Ende kostenlos durchspielen. Umsatz generieren die Entwickler beispielsweise über Werbebanner, die in regelmäßigen Abständen geschaltet werden. Darüber hinaus haben Spieler die Möglichkeit, sich kleine Vorteile oder optische Anpassungen im Spiel zu kaufen. Besonders häufig verkaufen Entwickler in ihren In-Game-Stores sogenannte Booster, die es den Käufern ermöglichen etwas schneller im Spiel voran zu kommen. Diese Angebote richten sich jedoch hauptsächlich an den Ehrgeiz der Spieler. Schließlich stehen diese im ständigen Konkurrenzkampf mit ihren Mitspielern. Die kleinen Booster oder optischen Besonderheiten sind daher für viele Spieler bereits Grund genug, um reales Geld in ihren digitalen Spaß zu investieren, wenn sie dadurch einen kleinen Vorteil erlangen können.

  • Der Platzhirsch unter den Free-to-Play-Spielen ist das 2012 veröffentlichte "Clash of Clans". Das Strategiespiel macht den Konkurrenzkampf zwischen den Spielern zum Kernelement. Jeder Spieler errichtet dazu eine eigene Siedlung und kämpft um die Vorherrschaft über die verbleibenden Gebiete. Um schneller an die dafür notwendigen Ressourcen zu kommen, können sich Spieler über eine sogenannte Premiumwährung einen Geschwindigkeitsbonus kaufen und ihren Gegenspielern somit zuvorkommen.

  • Ein weiteres Beispiel für ein sehr erfolgreiches Free-to-Play-Spiel ist "Anno Online", das bereits seit 2013 auf dem Markt ist. Hierbei handelt es sich um eine Aufbau- und Wirtschaftssimulation, in der die Spieler ihr eigenes Inselkönigreich im 15. Jahrhundert errichten müssen. Erhältlich ist das Spiel sowohl über Mobile-Apps als auch über den eigenen Browser. Der Fortschritt im Spiel lässt sich ebenfalls durch Echtgeld beschleunigen.


Grafiken: Statista.
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