Matteo Salvini, der Vorsitzende der rechtsgerichteten italienischen Partei Lega, war einer der ersten, die dem französischen Rechtsextremisten ihre Glückwünsche aussprachen, nachdem dieser bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen in Frankreich einen beachtlichen Erfolg erzielt hatte. Diese offene Unterstützung des italienischen Politikers für einen Vertreter des Rechtspopulismus in Frankreich kam nicht unerwartet, da Salvini schon seit Langem enge Verbindungen zu verschiedenen rechtsnationalistischen Parteien in Europa unterhält.
Im Gegensatz dazu zeigte sich die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die selbst einer rechten Partei vorsteht, bei ihren öffentlichen Äußerungen zu diesem Wahlergebnis in Frankreich deutlich zurückhaltender. Sie vermied es, den französischen Kandidaten direkt zu loben oder sich mit ihm zu solidarisieren. Stattdessen betonte Meloni, dass Italien weiterhin an einer engen Zusammenarbeit mit Frankreich interessiert sei, unabhängig vom Ausgang der Präsidentschaftswahlen. Diese vorsichtigere Herangehensweise der Regierungschefin lässt darauf schließen, dass sie die potenziellen außenpolitischen Risiken einer zu offenen Unterstützung für den französischen Rechtspopulisten erkannt hat.
