Hof/Saale – Die Aquaristik gilt als beliebtes Hobby, dem in Deutschland immer mehr Menschen nachgehen. Die schillerndsten Fische unterschiedlichster Arte zieren die verschieden großen Wasserbecken der Republik. Neben der Fischpopulation bedarf allerdings auch die Pflanzenwelt einer ausgiebigen Pflege. Der Lohn für die Arbeit der Aquaristik-Fans sind aktive Fische und eine schön anzusehende Unterwasserlandschaft. Damit das Biotop nicht aus dem Gleichgewicht gerät, muss in regelmäßigen Abständen ein Teil der Wassers ausgetauscht werden. Wer dabei die folgenden Ratschläge und Tipps beachtet, kann einen Wasserwechsel schnell und problemlos durchführen.
Die Größe des Aquariums ist entscheidend
Nur wenn das Fassungsvermögen des Aquariums groß genug ist, ist sichergestellt, dass sich Pflanzen und Fische in der Wasserwelt wohlfühlen und sich artgerecht entwickeln können. Als Richtmaß und Mindestgröße gelten Beckenmaße von 80 mal 35 mal 40 Zentimetern. Dies entspricht umgerechnet einem tatsächlichen Fassungsvermögen des Aquariums von ca. 100 Litern. Ist das Wasserbecken hingegen nicht groß genug, kann es schnell zu einer Überpopulation und Sauerstoffmangel im Wasser kommen. Massensterben kann schlimmstenfalls die schwerwiegende Konsequenz sein. Um die Lebensbedingungen für Fisch und Pflanze optimal zu halten, bietet der Aquaristik-Fachhandel bestimmte Hilfsmittel an, auf die kein Tierfreund in seinem Aquarium verzichten sollte. Ein Heizsystem sorgt beispielsweise dafür, dass die Wassertemperatur stets angenehm für die Bewohner ist. Auch ein Filtersystem, das auf die Wassermenge und Größe des Aquariums ausgelegt ist, gehört ebenso wie eine tier- und pflanzenfreundliche Beleuchtung zur Grundausrüstung in der Aquaristik.
Frisches Wasser bedeutet Sauerstoff und Leben
Die Empfehlungen für die Intervalle des Wasserwechsels richten sich nach der Beckengröße. Er sollte etwa nach sieben bis 21 Tagen durchgeführt werden. Bei einem Wasserwechsel wird in der Regel ein Drittel des Volumens ausgetauscht. Ein spezieller Schlauch mit einer Ansaugvorrichtung gestaltet die Arbeit komfortabel: Das eine Ende mit der Ansaugvorrichtung wird in das Aquarium gelegt und das andere Ende in einen leeren Eimer. Hat der Aquarium-Besitzer Probleme mit starkem Algenwachstum, können sogenannte Oxydatoren dem Wasser Sauerstoff zusetzen. Ohne Stromanschluss kommen beispielsweise die Modelle von Dr. Söchting aus, bei denen ein Katalysator eine Wasserstoffperoxid-Lösung verbreitet, die an der Keramik des Geräts in Wasser und Sauerstoff aufgespalten wird. Diese Form des Sauerstoffs verteilt sich dann etwa 400 Mal schneller als die gewöhnliche, gelöste Form und dringt dadurch auch in strömungsfreie Winkel und Nischen ein.
Die Wasserqualität ist das Maß aller Dinge
Damit die Wasserqualität im Aquarium beständig und für die Tiere und Pflanzen optimal ist, gilt es ohnehin darauf zu achten, dass stets mehr Sauerstoff im Wasser zur Verfügung ist als von den darin lebenden Lebewesen benötigt wird. Wenn das Filtersystem nicht einwandfrei arbeitet oder nicht auf das Fassungsvermögen des Aquariums ausgelegt ist, kann es andernfalls schnell passieren, dass Pflanzen- und Futterpartikel das Wasser verschmutzen und den Tieren die Luft zum Atmen knapp wird. Foto: djd/Söchting Biotechnik


Toll beschrieben! Gerade der Aufwand bzgl. der Pflege, lässt viele Neu-Aquarianer sicherlich wieder aus dem Hobby aussteigen… dabei geht es doch eigtl ganz einfach ;)
Ich habe mir extra einen Schlauch besorgt. Das eine Ende ins Becken, das andere in die Badewanne. Kurz ansaugen und der Rest geht von allein ;)
lg