Recklinghausen erhält im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms 2013, „Aktives Stadtzentrum“, weitere Förderbescheide von Bund sowie Land Nordrhein-Westfalen für das Handlungskonzept Altstadt in Höhe von 657.600 Euro.
Außerdem erhält die Stadt einen Förderbescheid in Höhe von 176.880 Euro zur Schaffung der Stelle für ein städtisches Klimaschutzmanagement.
Folgende Projekte in der Altstadt werden für den Zeitraum 2013 bis 2016 gefördert:
- Entwicklung eines Beleuchtungskonzepts
- Einrichtung eines Verfügungsfonds in Höhe von circa 200.000 Euro zur Stärkung von zentralen Versorgungsbereichen, die beispielsweise durch Leerstände bedroht sind
- Einbindung von Kindern und Jugendlichen in der Stadtentwicklung unter dem Titel „Kinder machen Stadt“, so dass sie mit dem Stadtbild von Mittelalter bis heute, mit Zeitzeugnissen und Kulturgütern etc. vertraut werden
- Einrichtung von Spielpunkten in den Fußgängerzonen wie Balancierbalken und Klettersteine sowie die Anlage einer Kleinkindspielfläche im Norden der Altstadt
- Umgestaltung und Erweiterung des Spielplatzes im Erlbruchpark, zum Beispiel durch Kletterfelsen
- Durchführung von Bürgerwerkstätten im Rahmen des Projekts „Quartiersbildung“
- Errichtung eines Altstadtmodells „Fühlen“, ein Tastmodell für Sehbehinderte und Blinde, um die Stadt mit Händen fühlen und begreifen zu können
- Fassadenprogramm zur Profilierung und Standortaufwertung durch Unterstützung privater Eigentümer bei der Fassadengestaltung, damit historische Fassaden erhalten und geschützt werden
- Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs zur Vorbereitung einer Platzgestaltung an der Sterngasse/Heilige-Geist-Straße, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen
Die Höhe der Ausgaben für diese Projekte betragen insgesamt 822.000 Euro. Bund und Land fördern die einzelnen Maßnahmen mit 80 Prozent, der Eigenanteil der Stadt liegt bei 20 Prozent, also 164.400 Euro.
Die in der Verwaltung bestehende Arbeitsgruppe „Altstadt“ – unter Leitung von Georg Gabriel, stellvertretender Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Liegenschaften – wird sich in ihrer nächsten Sitzung mit der Umsetzung und Koordination dieser Maßnahmen befassen. Zum Teil werden auch Detailvorlagen für die Gremien des Rates erstellt.
Bürgermeister Wolfgang Pantförder wird die Umsetzung der Maßnahmen mit der Ratskommission „Altstadt“ abstimmen.
Förderbescheid: Klimaschutzmanagement
Die Stadt Recklinghausen erhält vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen Förderbescheid in Höhe von 176.880 Euro, um die Stelle für ein Klimaschutzmanagement einzurichten. Die Stadt trägt den ergänzenden Eigenanteil in Höhe von 31.214 Euro, also 15 Prozent der Gesamtkosten von 208.094 Euro. Die zu schaffende Stelle dient der fachlich-inhaltlichen Umsetzung des „Integrierten Klimaschutzkonzepts der Stadt Recklinghausen“. Sie kann ab April 2014 für den dreijährigen Förderzeitraum besetzt werden. Die Stelle wird rechtzeitig öffentlich ausgeschrieben.
