Faulheit liegt im Trend: Gemäß Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewegen sich etwa 1,8 Milliarden Erwachsene weltweit zu wenig. In den letzten Jahren hat der Anteil der physisch inaktiven Bevölkerung kontinuierlich zugenommen. Dieser Trend ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen.
Zum einen führt der technologische Fortschritt dazu, dass viele Menschen heutzutage einen sitzenden Beruf ausüben und im Alltag weniger körperlich aktiv sind als frühere Generationen. Hinzu kommt, dass die Freizeitgestaltung vieler Menschen zunehmend von Bildschirmaktivitäten wie Fernsehen, Computerspielen oder Smartphonenutzung geprägt ist, anstatt aktive Hobbys auszuüben.
Auch die wachsende Verstädterung und der Rückgang körperlicher Arbeit im Haushalt tragen zu einem Mangel an Bewegung bei. Viele Menschen nutzen im Alltag vor allem motorisierte Verkehrsmittel anstatt zu Fuß zu gehen oder Fahrrad zu fahren.
Im internationalen Vergleich schneiden die Deutschen bei der körperlichen Aktivität allerdings etwas besser ab als der globale Durchschnitt. Dennoch ist auch hierzulande Handlungsbedarf gegeben, um den Trend zur Bewegungsarmut umzukehren und die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Dafür sind Anstrengungen auf individueller, gesellschaftlicher und politischer Ebene erforderlich.
