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Weniger Zulauf bei BAMF-Beratungsstelle für Islamisten

Im Netzwerk der Beratungsstelle "Radikalisierung " des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurden bisher rund 2.700 Fälle bearbeitet - mit zuletzt fallender Tendenz. Das teilte eine BAMF-Sprecherin den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" mit. Seit Beginn der Tätigkeit der Beratungsstelle im Jahr 2012 seien bei der Hotline knapp 4.400 Anrufe eingegangen. Von 2012 bis 2015 hätten sich die Zahlen vervierfacht und seien 2016 und 2017 auf einem vergleichbar hohen Niveau konstant geblieben. In der ersten Hälfte des Jahres 2019 habe die Beratungsstelle "Radikalisierung" dann knapp 120 Anrufe entgegengenommen, so die BAMF-Sprecherin weiter. Damit habe sich ihre Zahl "annähernd auf einem Niveau wie vor den Terroranschlägen in Ansbach und Würzburg eingependelt". Diese fanden im Sommer 2016 statt. Unter der Nummer der Beratungsstelle können sich Menschen melden, deren Familienangehörige oder Freunde in die islamistische Szene abgerutscht sind und die Sorge vor einer weiteren Radikalisierung haben. Gleiches gilt für Menschen, deren Familienangehörige oder Freunde etwa nach Syrien oder in den Irak ausgereist sind. Die Fälle werden von Nürnberg dann an ein bundesweites Netz von neun zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen überwiesen, die die eigentliche Arbeit übernehmen und da, wo möglich, auch Kontakt zu den Betroffenen herzustellen versuchen. Der Trend zeige, dass die Fälle teilweise komplexer geworden seien, zum Beispiel aufgrund psychischer Schwierigkeiten, sagte die BAMF-Sprecherin den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Dies gehe einher mit einer gesteigerten Betreuungsintensität auf Seiten der Beratungsstellen. Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur  

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