Die Luftretter von Christoph 28 aus Fulda sind täglich im Einsatz, um Menschenleben zu retten. Ob Verkehrsunfälle, Schlaganfälle oder andere Notfälle, die „Gelben Engel“ sind oft die ersten am Einsatzort und bringen Patienten schnellstmöglich in die nächste geeignete Klinik. Doch wie bereiten sich die Luftretter auf einen Tag voller Einsätze vor? Was muss erledigt werden, damit der Helikopter startklar ist und die Crew ihren Patienten bestmöglich helfen kann? Einblicke in die Arbeit der Luftretter geben uns Einblicke in ihren Alltag.
Vorbereitung ist alles
Bevor die Luftretter zu ihrem ersten Einsatz starten, steht zunächst die Vorbereitung an. Der Helikopter muss aufgetankt und die medizinische Ausrüstung überprüft werden. Auch die Wetterbedingungen werden genau beobachtet, um die Sicherheit des Fluges zu gewährleisten. Die Crew, bestehend aus Pilot, Notarzt und Rettungsassistent, bespricht den Einsatzplan und legt dieRoute fest. Dabei arbeiten sie eng mit der Leitstelle zusammen, die alle Notrufe entgegennimmt und die Einsätze koordiniert.
Im Einsatz
Sobald ein Notruf eingeht, zählt jede Sekunde. Die Luftretter starten den Helikopter und fliegen zum Einsatzort. Dort angekommen, verschaffen sie sich einen Überblick über die Situation und beginnen sofort mit der medizinischen Versorgung des Patienten. Bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen muss der Patient schnellstmöglich in eine Klinik gebracht werden. Der Helikopter landet in der Nähe des Einsatzortes und der Patient wird an Bord gebracht. Während des Fluges überwacht der Notarzt die Vitalfunktionen des Patienten und leitet gegebenenfalls weitere medizinische Maßnahmen ein.
Schlaganfall-Patientin profitiert von schneller Hilfe
Ein besonders wichtiger Einsatzbereich der Luftretter ist die Versorgung von Schlaganfall-Patienten. Bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an, um bleibende Schäden zu verhindern. Die Luftretter können den Patienten schnell in eine spezialisierte Klinik bringen, wo er optimal versorgt wird. So konnten die Luftretter von Christoph 28 kürzlich einer Schlaganfall-Patientin das Leben retten. Dank der schnellen Hilfe konnte die Patientin rechtzeitig behandelt werden und erlitt keine bleibenden Schäden.
40 Jahre Christoph 28
Christoph 28 feierte im Jahr 2024 sein 40-jähriges Jubiläum. Seitdem ist der Rettungshubschrauber aus Fulda nicht mehr aus der Notfallversorgung in Osthessen, Südthüringen und Unterfranken wegzudenken. In den vergangenen 40 Jahren wurde die Crew zu rund 43.000 Einsätzen gerufen. Anlässlich des Jubiläums fand am 13. Juli 2024 ein Tag der offenen Tür an der Luftrettungsstation in Fulda statt.
ADAC Luftrettung veröffentlicht Einsatzbilanz 2024
Die ADAC Luftrettung hat ihre Einsatzbilanz für das Jahr 2024 veröffentlicht. Demnach flogen die Crews von Christoph 28 im Jahr 2024 zu insgesamt 1.287 Einsätzen. Das ist ein Rückgang um 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz des Rückgangs ist Christoph 28 weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Notfallversorgung in der Region.
Telenotarzt als Ergänzung
Die ADAC Luftrettung setzt zunehmend auf Telemedizin, um die Notfallversorgung zu verbessern. Ein Telenotarzt kann die Rettungskräfte vor Ort unterstützen und bei der Diagnose und Behandlung des Patienten helfen. In manchen Fällen kann der Telenotarzt sogar den Einsatz eines Rettungshubschraubers ersetzen. Die Luftretter von Christoph 28 leisten einen wichtigen Beitrag zur Notfallversorgung in der Region. Ihr Einsatz ist oft lebensrettend und sie sind rund um die Uhr für die Menschen da.
