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Wetterumschwung bei Weatherford

Schweizer FrankenZug - Der Geschäftsbericht über das zweite Quartal 2012 wies bereits einen Verlust von 849 Millionen Dollar auf. Im Vergleichszeitraum 2011 konnte noch ein Überschuss von 51 Millionen Dollar. Doch die Prognosen waren dennoch stets  auf Gewinn orientiert, nur wurden sie in den Folgemonaten des Jahres 2012  und im Jahr 2013 wiederholt korrigiert. Doch nicht nur die Ausblickänderungen rückten Weatherford International immer wieder ins wirtschaftliche Rampenlicht, sondern auch Fehler in der Buchhaltung und Rückstellungen. Ende 2013 wurde schließlich verlautet, der Konzern solle verjüngt und schlanker werden.

Ergebnisse und Verjüngung

Nunmehr liegen die Ergebnisse für das vierte Quartal 2013 vor. Im Vergleich zu den letzten drei Monaten 2012 verringerte sich der Umsatz von 4,06 Milliarden US Dollar auf 3,74 Milliarden. Bei Betriebsgewinn ergab sich ein Verlust von 50 Milliarden Dollar. Als Reinergebnis zeigte sich ein Minus von 271 Millionen Dollar. Der Verlust pro Aktie liegt bei 0,35 Dollar, im Vorjahr waren es 0,16 Dollar. Obwohl Ende Jänner die Prognose für das vierte Quartal bereits geändert wurde, rechnete der Konzern dennoch mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 0,05 und 0,08 Dollar. Für 183 Bohranlagen und 284 Arbeitsplattformen, vornehmlich in Russland, sind nun ein Spin-off und ein Verkauf vorgesehen. Innerhalb eines Jahres soll der Schritt vollzogen werden. Bisher wurden mit den Anlagen rund 2 Milliarden Dollar von 14.000 Mitarbeitern umgesetzt. Bei der Gesundungsdiät von Weatherford wird sich jedoch am Salär des neuen Finanzchefs nichts ändern. Nach dem Rücktritt von John H. Briscoe wurde der zuvor bei Schlumberger tätige Krishna Shivram für teures Geld an Bord geholt . Der Vertrag mit ihm kostete einmalig 300.000 Dollar, sein Fixentgelt beläuft sich auf 750.000 Dollar samt Boni. Zudem erhielt Shivram ein Aktienpakt im Wert von 3,7 Millionen Dollar, die er drei Jahre lang nicht veräußern darf.

Weatherford in der Schweiz

Eigentlich stammt das Unternehmen aus Texas, wo es 1948 unter dem Namen Weatherford Oil Tool Company gegründet wurde. 2008 wurde der Firmensitz von Houston und den Bermudas in das Schweizerische Zug sowie nach Genf verlegt. Im Zuge der Übersiedelung kam es auch zur Umwandlung des Konzerns in eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht. Gegenwärtig ist Weatherford International in mehr als 100 Ländern an mehr als 1.000 Öl- und Gasbohrungen beteiligt. Weltweit beschäftigt das Unternehmen über 50.000 Mitarbeiter. Die Aktien sind an der New York Stock Exchange, an der NYSE Euronext Paris und an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Aktie von Weatherford scheint auch im Swiss Performance Index auf. Für 2014 sind die Ausblicke wieder hoffnungsreich, doch wie das vergangene Geschäftsjahr zeigte, können Prognosen rasch und wiederholt korrigiert werden.

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