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Windows 11 – was bringt das neue Betriebssystem von Microsoft?

Die Computerwelt wurde von Microsoft überrascht, als der Software-Entwickler Windows 11 ankündigte. Microsoft verspricht mit dieser Version nicht nur eine innovative Bedienung und vielfältige Funktionen, sondern ebenfalls eine überarbeitete Optik. Vor allen den Usern soll mit Windows 11 eine optimierte Nutzererfahrung geboten werden, bei denen der Computer als Arbeitswerkzeug im Home-Office dient.

Hohe Systemanforderungen & fehlende Funktionen …

… sorg(t)en für Hürden und Verunsicherung

Für viele Windows-10-Geräte ist Windows 11 seit dem 04. Oktober 2021 verfügbar, aber nicht für alle. Microsoft schuf Hürden und Verunsicherung durch die hohen Systemanforderungen und fehlenden Funktionen. Auch wenn erst viele Windows-10-User zögerten, so steigt die Zahl derer, die auf die neue Version umsteigen, laut dem Branchendienst Statcounter seit Jahresbeginn.

Bis Februar 2022 wies der weltweite Marktanteil von Windows 10 81.15 Prozent auf und sank auf 75.47 Prozent. Der Windows-11-Anteil verdreifachte sich immerhin von 2,6 auf 7.89 Prozent.

Die Windows User, die Windows 11 kaufen möchten, gilt es die Systemanforderungen zu beachten, die das neue Betriebssystem stellt. Zwar ist Windows-11 schicker und schneller, aber zugleich hat Microsoft die Systemanforderungen deutlich nach oben geschraubt. Es gibt ein Prüf-Tool, mit dem jeder selbst testen kann, ob das neue Windows auf seiner Hardware funktioniert. Dies beginnt damit, dass dieses Testprogramm automatisch auf dem Windows-10-System installiert wird.

Die größte Hürde scheint laut einer Studie der Firma Lansweeper, in der rund 30 Millionen PCs auf die Tauglichkeit mit Windows 11 untersucht wurden, dass Millionen davon die Hardware-Anforderungen nicht erfüllen.

Eine kompatible CPU scheint dabei die größte Hürde darzustellen, die bei über 55 Prozent der untersuchten PCs fehlt. Weitere Stolpersteine sind fehlende TPMs und zu wenig RAM, um das Update auf Windows-11 vorzunehmen.

In einem Support-Dokument teilt Microsoft mit, dass „PC Heath Check“ ab Windows 10 Version 2004 automatisch installiert wird. Dabei handelt es sich um einen Teil des Updates KB5005463. Sofern kein Interesse daran besteht, den Rechner auf Windows 11 upzudaten, kann das Programm über „Apps und Features“ gelöscht werden.

Die Systemanforderungen Windows 10 vs. Windows 11

Was die Anforderungen an die PC-Hardware für Windows-10 angeht, so sind diese recht zahm: 1-GHz-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher (2 GB für die 64-Bit-Version), 16 GB Speicherplatz und ein Display mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln. Geht es darum, das Update auf Windows-11 durchzuführen, wird ein besserer Rechner benötigt. Erstmals wird laut Microsoft ein Multicore-Prozessor benötigt, um Windows ausführen zu können, selbst wenn dieser nicht besonders leistungsfähig sein muss. So soll ein 64-Bit-Prozessor (1 GHz) mit 2 oder mehr Kernen ausreichend sein.

Der Prozessor

Was Intel angeht, so benötigt Windows-11 eine Core-CPU der 8. Generation oder höher. Da ein beträchtlicher Teil des PC-Marktes ist vom Windows-11-Upgrade ausgeschlossen aufgrund dessen, dass lediglich ältere Intel-Core-Prozessoren der 7. Generation verbaut sind und die Geräte damit aus dem Raster fallen. Einen nicht unerheblichen Part der Surface-Produkte hat Microsoft selbst als ungeeignet für ein Update auf Windows-11 eingestuft.

Storage, GPU und Monitor

Für Windows 11 erhöht Microsoft das Arbeitsspeicher-Minimum auf 4 GB. Zudem steigt die erforderliche Menge an Festplattenspeicher: auf 64 GB. Laut Microsoft ist dies notwendig, da die benötigte Speichermenge „sehr variabel” ist. So richte sich der Speicherbedarf von Windows laut Microsoft danach welche Windows-Version vorab installiert wurde, wie groß die Auslagerungsdatei sei und vieles mehr.

Darüber wird für Windows 11 eine GPU, die DirectX 12-fähig ist, benötigt, sowie einen Bildschirm, der mindestens in 720p auflöst. Zudem müssen neue Windows-11-PCs – mit Ausnahme von Desktops – die nach Januar 2023 ausgeliefert werden, eine 720p-Webcam sowie ein Precision-Touchpad aufweisen.

Security

Ein besonderes Augenmerk legt Microsoft auf die Sicherheitsanforderungen bei Windows 11. Wer mit dem Nachfolger von Windows 10 arbeiten möchte, der benötigt einen PC mit Trusted Plattform Module (2.0). Dabei handelt es sich um einen Sicherheits-Co-Prozessor, der nicht selbstverständlich ist. Im TPM ist ein hardwarebasierter Zufallszahlengenerator enthalten, der kryptografische Schlüssel zum Schutz der Daten ausgibt. Zudem authentifizieren TPMs auch Hardware-Geräte. Ist der PC nicht mit TPM 2.0 ausgestattet, dann ist dieser nicht für Windows 11 geeignet. Außerdem muss der PC den UEFI-Standard unterstützen und Secure-Boot-fähig sein.

Muss ich Windows 11 kaufen oder erhält man es kostenlos?

Windows 11 ist seit Oktober 2021 verfügbar. Anzumerken ist, dass die meisten der Windows User das Update kostenlos erhalten, sofern auf dem Rechner die bisher aktuellste Version von Windows 10 läuft. Sofern der PC die Systemanforderungen erfüllt, kann das Update installiert werden, ohne dafür zu bezahlen.

Aber nicht alle User erhalten das kostenlose Update. Sondern es wird nach und nach zur Verfügung gestellt, sodass einige eventuell noch etwas warten müssen, selbst wenn die Voraussetzungen erfüllt werden. Bei einem Neukauf eines Windows-PC oder Windows-Laptop wird Windows 11 in Zukunft vorinstalliert sein.

Für das Update muss niemand überstürzt handeln, denn Microsoft hat hier einen längeren Zeitraum eingeplant.

  • Für das kostenlose Upgrade gibt es keine Frist. Aber der Support kann unter Umständen zurückgezogen werden. Dies wird allerdings erst frühestens zum 05. Oktober 2022 passieren.
  • Wer nicht auf Windows 11 umsteigen möchte oder kann, der kann Windows 10 bis mindestens zum 14. Oktober 2025 weiter verwenden. So lange wird das System von Microsoft noch unterstützt.

Ist der Umstieg auf Windows 11 lohnenswert?

Einem Umstieg auf Windows 11 steht nichts im Wege, wenn der Laptop oder PC die Systemanforderungen erfüllt. Aber es spricht auch nicht ganz so viel dafür. Überzeugend ist die Bedienung und die Funktionsvielfalt sowie die vorinstallierten Apps, die moderner und durchdachter wirken. Im Vergleich zu Windows 11 wirkt Windows 10 umständlich und veraltet.

Aber zugleich bietet Windows 11 nicht so viel Neuerungen, dass unbedingt ein Umstieg empfehlenswert ist, denn es werden einige Funktionen sehnlichst vermisst. Aber Windows 11 hat definitiv potenzial.

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