Selbst bei Einhaltung aller staatlich geprüften Schutzmaßnahmen weigern sich Versicherungen immer öfter zu zahlen, wenn ein Wolf in Ställe und Höfe eindringt und Tiere reißt. Für Landwirte wird das zum finanziellen Desaster. Ein Beispiel aus NRW.
Der Anstieg der Wolfspopulation führt zu steigenden Schäden
In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Wölfe in Deutschland deutlich erhöht. Experten schätzen, dass es mittlerweile über 1.000 Wölfe in Deutschland gibt. Mit der steigenden Wolfspopulation nimmt auch die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere zu. Viele Landwirte beklagen hohe Verluste in ihren Herden.
Schutzmaßnahmen bieten keinen ausreichenden Schutz
Um ihre Tiere vor Wolfsangriffen zu schützen, ergreifen Landwirte verschiedene Schutzmaßnahmen wie elektrische Zäune, Herdenschutzhunde oder nächtliche Stallhaltung. Diese Maßnahmen werden auch von den Behörden empfohlen und teilweise sogar finanziell gefördert. Trotzdem gelingt es den Wölfen immer wieder, in die Ställe einzudringen und Schafe, Ziegen oder Kälber zu reißen.
Fehlende Entschädigung durch Versicherungen
Wenn Wölfe Nutztiere töten, können Landwirte einen Schadenersatz bei ihrer Versicherung beantragen. Doch immer häufiger weigern sich die Versicherungen, diese Schäden zu übernehmen. Sie argumentieren, dass die Landwirte trotz Schutzmaßnahmen nicht ausreichend für die Sicherheit ihrer Tiere gesorgt hätten. Für die Bauern bedeutet das oft einen hohen finanziellen Verlust.
Ein Beispiel aus Nordrhein-Westfalen
Im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter hat ein Wolf in den letzten Monaten mehrmals Schafe und Kälber aus Ställen gerissen. Der Landwirt Markus Müller hatte alle empfohlenen Schutzmaßnahmen ergriffen, doch die Versicherung weigerte sich, den entstandenen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro zu ersetzen. Müller steht nun auf den Kosten sitzen und muss den Verlust seiner Tiere selbst tragen.
