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WordPress – vom Blogsystem zum Marktführer bei CMS

Auf der Suche nach einer Antwort, wie viele Internetseiten es weltweit gibt, stößt ein Jeder schnell auf ganz unterschiedliche Quellen mit stark unterschiedlichen Werten. Google etwa meint ebenso wie Microsoft bzw. Bing, es gäbe etwa 1 Billion Webseiten. Netcraft wiederum berichtete vor einigen Jahren, es gäbe gerade einmal etwa 160 Millionen Seiten. Zugegeben, die Frage hätte konkretisiert werden sollen: Zählen zu diesen Zahlen denn nur die Hauptseiten oder auch alle Unterseiten?

Im Grunde ist das an dieser Stelle egal: Fakt ist, es gibt wahnsinnig viel Informationen da draußen im virtuellen Raum, verteilt auf unzählig viele Webpages. Diese vielen Internetauftritte sind einerseits von Webentwicklern oder Hobby-Programmierern geschrieben und designt worden, andererseits sind sie das Produkt einer sogenannten Content Management Software (CMS). Beispielhaft dafür ist wohl das CMS WordPress, welches einen Marktanteil von 26 % hält. Damit ist WordPress vor Joomla! (9 %) ganz klar der Marktführer in dieser Branche. Diverse Statistiken sagen aus, dass etwas mehr als jede zweite Seite, die mit einem CMS erstellt wurde, auf WordPress basiert. Wie hat es die Software soweit gebracht? Was macht sie so nützlich? All das klärt sich in den folgenden Absätzen.

Aller Anfang ist müßig

Fast 3 Jahre hat es gedauert, bis nach der ersten Zeile Quellcode das erste stabile Release von WordPress veröffentlicht wurde. Dazwischen liegen viele Jahre Arbeit verschiedenster Entwickler: Begonnen hat das Ganze eigentlich noch gar nicht unter dem Namen WordPress, sondern als ein in PHP geschriebenes Webblogsystem namens „b2/cafelog“ von Michel Valdrighi im Jahre 2001 bis 2002. Das System wurde unter GPL veröffentlicht, es war also „open source“. Dieses System bildete, als Valdrighi die Entwicklung einstellte, die Codebasis für ein neues System: WordPress war geboren. Die Entwickler, zunächst nur Matthew Mullenweg und Mike Little, später nach dem ersten stabilen Release auch wieder Valdrighi, wollten eine Webblog-Software, die flexibel, einfach zu bedienen und anpassungsfähig ist. Mit dem ersten „stable release“ am 3. Januar 2004 war dies geschafft. Die Software wurde mit dem Anschluss Valdrighis an das Entwicklerteam der offizielle Nachfolger von b2. Mit den Jahren wurde der Funktionsumfang stetig erweitert: Mit der Version 1.5 „Strayhorn“ (alle Releases waren seit Version 1.0.1 nach Jazz-Musikern benannt) wurde WordPress dann zu einem waschechten CMS: Nun war es möglich, statische Seiten und damit Beiträge außerhalb der normalen Webblogchronologie, zu verwalten.

Infographik: Die wichtigsten Fakten zu WordPress

WordPress Infografik - WordPress – vom Blogsystem zum Marktführer bei CMS

Grafik: Statista

Gründung eines Unternehmens und Auszeichnungen

Der Durchbruch war geschafft und WordPress sollte ernstere Züge annehmen – weg vom Projekt, hin zum Produkt: Matt Mullenweg gründete mit anderen Entwicklern zusammen in diesem Zuge die Firma Automattic mit dem Ziel, die Koordination an der Arbeit von WordPress zu verbessern und weitere Dienste rund um das Bloggen anzubieten. Automattic startete noch im Jahr der Gründung (August 2005) einen Bloghosting dienst: WordPress.com. Der Service dient selbst auf der Multi-User-Version von WordPress.

Etwas später im darauffolgenden Jahr fand das erste sogenannte WordCamp (ein Entwickler- und Interessenten-Treffen) in Francisco statt, ein weiteres Jahr darauf (2007) gewann das CMS WordPress in der Kategorie „Best Open Source Social Networking Content Management System“ den „Open Source CMS Award“. 2009 schließlich der nächste Open Source CMS Award, dieses Mal in der Kategorie „Overall Best Open Source CMS“.

Momentaner Status

WordPress hat sich also schnell zum Marktführer aufgeschwungen, das beweisen die Statistiken. Mittlerweile gibt es sehr viele Plugins, welche die Basisversion von WordPress um einige Funktionen erweitern (Verbindung mit Twitter, Login-Verfahren, Statistiken, …). Das CMS hat auch sogenannten Motive – vergleichbar mit Themes bei Programmen oder bei Betriebssystemen: Das Design ist also klar von der eigentlichen Software getrennt, was es einfach möglich macht, Themes zu erstellen oder zu installieren. Diese klare Trennung kann aber auch aufgehoben werden: In den Themes lässt sich auch programmieren.

Warum ist WordPress so erfolgreich?

Die etwa 5000 frei verfügbaren und noch viele zusätzliche, kommerziell verfügbare, Plugins für WordPress ermöglichen es dem Nutzer, das ohnehin schon flexible Grundsystem sehr gut an seine Bedürfnisse anzupassen. WordPress ist zudem sehr einfach zu installieren (in weniger als 5 Minuten), simpel in der Bedienung und es hat einen sehr guten Support: Damit ist kein Telefoncenter gemeint, sondern die vielen Foren im Internet mit ihren unterstützenden Nutzern und Anleitungen. Spätestens hieran wird deutlich, dass sich WordPress bereits sehr gut etabliert hat: Der breite Pool der Anwender selbst ist für viele wohl ein Grund, das bekannte CMS zu nutzen.

Immer mehr Firmen bieten Ihren Kunden speziell oder sogar ausschließlich Wordpress als Grundlage für die Erstellung von Webseiten an. Ulrike Lehmann von der Plattform WordPress Experte: „Wir haben uns vor einigen Monaten dazu entschieden uns ausschließlich auf Wordpress zu konzentrieren. Mittlerweile lässt sich mit diesem CMS einfach jede Anforderung unserer Kunden umsetzen – sei es eine simple Firmenvorstellung, eine komplexe Anwendung oder auch ein umfangreicher Online Shop. Alles ist möglich und durch die hohe Anzahl verschiedenster Plugins (Erweiterungen für Wordpress) ist es mitunter möglich, komplexe Erweiterungen sehr kostengünstig anzubieten.“ – so Ulrike Lehmann von der Firma SeoFoxx – Internetmarketing die mit der Plattform wordpress-experte.com eine Plattform ausschließlich für Wordpress-Entwicklungen ins Leben gerufen hat.

Ein weiterer, trivialer Grund für den Erfolg ist wohl die fortschreitende Entwicklung: WordPress wird ständig weiterentwickelt. Momentan sind die Entwickler bei Version 4.2 „Powell“ angelangt, welche im April 2015 veröffentlicht wurde. Hier wurde der Workflow weiter vereinfacht und das Wechseln zwischen Themes erleichtert. WordPress wird wohl noch eine ganze Weile Marktführer bleiben – zum einen, weil der Abstand zur Konkurrenz recht groß ist, zum anderen aber selbstverständlich wegen der einfachen Handhabung und der großen Anwenderfreundlichkeit der Software selbst.

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ommentare

  1. WordPress ist einfach toll! Von der kleinen Bloggingsoftware zu dem besten CMS was es am Markt gibt. Mittlerweile lassen sich damit wirklich alle Anforderungen umsetzen.
    Schöner Artikel!

  2. Hallo Werner, vielen Dank für Deine Rückmeldung. Dies war der erste Beitrag einer ganzen Serie über WordPress. In einigen Tagen geht’s weiter. Wir hoffen natürlich, dass alle Artikel so gut ankommen werden.

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