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Working Holiday Visum: Work and Travel in Australien

Nach dem Schulabschluss entscheiden sich viele junge Menschen dafür, es nicht gleich mit einer Lehrstelle oder dem Studium anzugehen, sondern mit einer Auslandszeit. Die meisten zieht es in die Ferne zum Work and Travel, wobei sie das Reisen mit dem Jobben verbinden. Beliebteste Länder für Work and Travel sind weiterhin Kanada, Neuseeland und Australien. In einer Umfrage der INITIATIVE Auslandszeit haben die USA im Vergleich zum letzten Jahr als Wunschreiseziel deutlich zugelegt. An der Online-Umfrage der Initiative hatten rund 4000 Personen teilgenommen.

Work and Travel: Australien ein Land der Gegensätze

In vielen Ländern der Welt sind Work and Travel sowie andere Formen der Auslandszeit wie Auslandspraktika oder Freiwilligenarbeit möglich. Praktisch überall, wo es spezielle Programme gibt wie das „Working Holiday Visum“ für Australien, durch das eine befristete Arbeit gestattet ist.

Junge Menschen die sich entscheiden für bis zu 12 Monate durch das faszinierende Australien zu reisen und ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjob zu verdienen, erleben als Backpacker viel Unabhängigkeit und Spaß. Neben großartigen Städten hat das Land der Gegensätze am anderen Ende der Welt vor allem ein unvergleichliches Naturerlebnis zu bieten. Berge, Regenwälder, Sandstrände und eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Daneben kommen die jungen Menschen mit den sympathischen Australiern in Kontakt und lernen diese kennen, sowie natürlich Backpacker aus aller Welt.

Die Bestimmungen für Working-Holiday-Visa sind gelockert

Touristen, die im Rahmen eins Working Holiday-Programms nach Australien reisen, soll es möglich sein, ab Juli 2019 maximal drei anstatt bisher nur zwei Jahre im Land zu bleiben. Dies kündigte der Premierminister Scott Morrison bei einem Besuch auf einer Farm im Bundesstaat Queensland an. Allerdings ist das nur unter einer Bedingung möglich: In dieser Zeit müssen sie mindestens sechs Monate in einem Agrarbetrieb arbeiten, der beispielsweise an einem Engpass an Erntehelfern leidet. Durch die neue Regelung soll der Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft eingedämmt werden. Zudem soll es den Backpackern mit einem Working-Holiday Visa ebenfalls möglich sein, in Regionen zu arbeiten, in denen dies bislang nicht gestattet war.

Bei den jungen Deutschen ist das Working-Holiday Visa für Work and Travel beliebt. Mit diesem Sondervisum reisten bereits knapp 24.000 Bundesbürger nach Australien und insgesamt erteilten die Behörden mehr als 210.000 Visa. Bislang sind 45 Länder berechtigt, an dem Programm teilzunehmen.

Des Weiteren soll die Altersgrenze angehoben werden. Dies soll zumindest für Reisende aus bestimmten Ländern gelten. War es Touristen bisher nur bis zum 30. Lebensjahr möglich, das Visa zu nutzen, so sollen künftig Touristen bis zum 35. Lebensjahr das entsprechende Visum erhalten. Zunächst gilt diese Regelung nach den aktuellen Plänen nicht für deutsche Reisende.

Work and Travel: keine Steuerfreibeträge mehr

Für die Besitzer, die mit einem Working-Holiday-Visa reisen, gilt der gesetzliche Mindestlohn von 18,93 australischen Dollar, das sind umgerechnet knapp 12 Euro. Eine Studie die von der University of New South Wales in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, ergab, dass ein Großteil der ausländischen Reisenden und Backpacker in Australien nur einen Bruchteil dessen erhalten. Dazu kommt, dass das Ziel Australien in Zukunft an Attraktivität verlieren wird, so berichtete das Branchenmagazin FVW. Die Regierung in Canberra kündigte nämlich an, dass die bisher geltende Freigrenze für Gastarbeiter in Zukunft komplett gestrichen wird. Das bedeutet, dass die Erntehelfer aus dem Ausland auf ihre ersten verdienten australischen Dollar 15% Steuern entrichten müssen.

Zwar ist an dem Fakt des Wegfalls der bisherigen Freigrenze von 18.000 Dollar nichts mehr zu rütteln, doch dafür senkte die Regierung den geplanten Steuersatz deutlich mehr als erwartet. Ursprünglich plante die Regierung einen Satz von 32,5%, doch dieser wurde auf 19% gesenkt. Das entspricht etwa dem Mehrwertsteuersatz in Deutschland. Doch das nun mit 15% nochmals weit weniger als geplant ins Staatssäckel landet, das ist vor allem der scharfen Kritik der Agrarverbände und der Opposition zuzuschreiben.

Von ihnen wird befürchtet, dass bei der Einführung des verminderten Steuersatzes, die Landwirtschaft des Landes katastrophale Auswirkungen hinnehmen müsse. Laut einer Studie der Universität von Sydney stammen nämlich rund 60% der Erntehelfer aus dem Ausland und das vornehmlich aus Deutschland, Großbritannien, Japan und Korea. Ein Großteil von ihnen verdient weniger als 18.000 Dollar und damit fielen bisher nur selten Steuern an. Die Bauern befürchten nun, dass sie nicht genügend Saisonarbeiter finden und die Folge wären entweder dramatisch steigende Kosten oder das ein Teil der Ernte auf den Feldern verrottet.

Work and Travel: die Voraussetzungen

Wer sich für Work and Travel in Australien interessiert, der benötigt wie erwähnt das Working-Holiday-Visum. Neben einem gültigen Reisepass muss der Reisende finanzielle Mittel nachweisen, die aufzeigen, dass er sich ein Rückflugticket leisten kann. Des Weiteren muss der Visa-Antragsteller ohne Vorstrafen sein.

Es ist möglich das Visa selbst zu beantragen oder aber einen Visa-Service zu beauftragen. Erst wenn das Visa ausgestellt ist, macht es Sinn weiter zu planen (Flugbuchung etc.). Falls nur spärliche Englischkenntnisse vorhanden sind, ist es ratsam, das Visa durch einen Visa-Service beantragen zu lassen. Die Dienstleistung beinhaltet die Beantragung des Working-Holiday-Visum bei der australischen Einwanderungsbehörde im Namen des Reisenden. Der Vorteil ist, dass der Reisende komplett deutschsprachig betreut wird und der Service die gesamte Kommunikation mit den Behörden übernimmt, was vor allem dann vorteilhaft ist, wenn es zu Nachfragen kommt oder ergänzende Unterlagen angefordert werden.

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