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Zigaretten selber stopfen – wird tatsächlich Zeit und Geld gespart?

Für Zigaretten werden in Deutschland unterschiedliche Preisklassen angeboten. Dabei reichen die Preissegmente von der Luxuspreisklasse bis hinunter zu den Handelsmarken mit Niedrigpreisen, die bei den Lebensmitteldiscountern zum Verkauf stehen. Raucher müssen in diesem Jahr mit einem deutlichen Preisanstieg bei Zigaretten rechnen und als Beispiel für die Zigarettenpreise wird eine Schachtel mit 20 Stück zum Preis von 7,60 Euro herangezogen.

Enthalten sind im Preis 3,69 Euro Tabaksteuer und 1,21 Euro Mehrwertsteuer. In dieser Preisklasse liegt der gesamte Steueranteil bei 64.4 Prozent, während auf die Wirtschaft (Hersteller und Handel) lediglich 35.6 Prozent entfallen. Zwischen den Marken variiert die Aufteilung des Wirtschaftsanteils. So entfallen grob geschätzt auf den Handel rund ein Drittel und auf die Hersteller circa zwei Drittel. Pro Schachtel müssen die Hersteller einen Preis von 0.1544 Cent für die Entsorgung von dieser abgeben.

Viele Verbraucher wollen dies nicht mehr hinnehmen und gehen dazu über, nicht mehr fertige Zigaretten zu kaufen, sondern es wird fleißig gestopft und gedreht.

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Die Bundesbürger stopfen und drehen wie nie zuvor

Fast jede dritte versteuerte Zigarette wurde nach Angabe des Branchenzweiten Reemtsma 2012 in Deutschland inzwischen selbst hergestellt, das sind rund 38 Milliarden Zigaretten. Doch auch im Jahr 2022 drehen oder stopfen die Raucher in Deutschland ihre Zigaretten selbst. Mit der „Eigenherstellung“ ihrer Glimmstängel wollen die Tabakliebhaber den hohen Zigarettenpreisen entkommen, denn schließlich muss für eine Schachtel ein Betrag zwischen fünf und 8 Euro hingeblättert werden.

Im Jahr 2021 wurde eine Befragung von 2.601 Verbrauchern im Alter zwischen 18 und 64 Jahren in drei Wellen vorgenommen (Feb 2020 bis März 2021). Diese ergab, dass rund 17 Prozent der Raucher ihre Zigaretten selbst drehen oder stopfen, während 11 Prozent die E-Zigarette vorziehen und 35 Prozent weiterhin fertige Zigaretten vorziehen.

Doch werden tatsächlich Kosten gespart, wenn Zigaretten selbst gestopft werden? Die Erfahrungen zeigen, dass wer eine Zigarettenstopfmaschine nutzt, zwischen 50 und 85 Prozent der üblichen Kosten einsparen kann. In den günstigen Zigarettenhülsen und der großen Tabakauswahl liegt dabei das größte Sparpotenzial. Hinzu kommt die einmalige Anschaffung von einer Zigarettenstopfmaschine, wobei auch hier gespart werden kann, bspw. durch eine elektrische Stopfmaschine Starterset.

Bares Geld sparen beim Einsatz von Zigarettenstopfmaschinen?

Immer weiter steigen die Zigarettenpreise und da fragt sich jeder, ob es möglich ist, Geld zu sparen und das ohne auf die geliebte Zigarette verzichten zu müssen? Das funktioniert und diese Rechnung zeigt es auf:

Eine Packung Marlboro kostet mittlerweile 7,20 Euro mit 20 Zigaretten. Ein moderater Konsum von bspw. 3 Schachteln pro Woche liegen die Fixkosten bei 21.60€. Pro Monat macht dies 86.40 Euro, wozu noch einmal drei extra Schachteln hinzugerechnet werden, bspw. da Feiern anstehen, man ausgeht etc.. Damit liegen die Ausgaben bei monatlich 108 Euro. Wird täglich eine Schachtel geraucht, kommt schnell ein Betrag von über 620 Euro zusammen.

Welche Summe sich sparen lässt, wenn Zigaretten selbst gestopft werden, das ist stark davon abhängig, wie viel Schachteln monatlich benötigt werden. Doch das Beispiel zeigt, dass es durchaus möglich ist, durch das Stopfen von Zigaretten bares Geld zu sparen:

Ein moderater Raucher benötigst drei Schachteln in der Woche. Das bedeutet, es müssen pro Monat 12 Schachteln gekauft werden. Die Zigarettenmenge beträgt dabei 240 Stück. Üblicherweise sind in einer Zigarette 0,7 Gramm Tabak enthalten und somit ergibt sich ein monatlicher Bedarf von 168 Gramm Tabak.

Sofern weiterhin Marlboro geraucht werden soll, kostet der Tabak im Monat 35.95 Euro (205 g Tabak). Sofern ein Wechsel zu einer günstigeren Marke erfolgt, betragen die Kosten lediglich 23 bis 30 Euro. Dann werden noch die Hülsen benötigt. Erhältlich sind diese in großen Packungen und eine Packung mit 400 Hülsen kostet rund zwei Euro, hochwertigere kosten bis zu fünf Euro.

Bei einem Konsum von 240 Zigaretten im Monat kommst du beim Stopfen auf einen Betrag zwischen 25 und 45 Euro. Die Ersparnis: 65 bis 83 Euro.

Der Umstieg leicht gemacht

Das Drehen von Zigaretten ist nicht jedermanns Sache und auch nicht so einfach. Wer Geld sparen will, der setzt auf eine Zigarettenstopf-Maschine. Diese werden aufgrund der immer weiter steigenden Preise mehr und mehr genutzt, um Zigaretten selbst zu stopfen. Die elektrischen Stopfmaschinen erleichtern das Stopfen und es muss nicht wie beim Vapen auf echten Tabak verzichtet werden.

Um eine Zigarette zu stopfen, wird lediglich der Tabak und eine Hülse benötigt. Während die Hülse in die Öffnung der Stopfmaschine gesteckt wird, kommt der Tabak in die Maschine, um dann durch den Hebelzug in die Hülse gezogen zu werden. Das Stopfen der Zigaretten mithilfe der Stopfmaschinen ist kinderleicht und es besteht nicht die Gefahr, das zu viel Tabak verwendet wird.

Die Preise für eine Stopfmaschine variieren. Sicherlich gibt es günstige Modelle für 20 Euro, doch wer direkt mit dem Geld sparen beginnen möchte, der sollte eher auf eine hochwertige Stopfmaschine von bewährten Herstellern auswählen.

Ideal ist es zudem, sich eine Unterlage anzuschaffen, auf der die Stopfmaschine platziert wird. Gut geeignet ist ein Tablet. Die Krümel des Tabaks fallen so auf dieses und im Anschluss können diese wieder in die Tabakdose zurückgeschüttet werden.

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