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Airbus entwickelt neuen europäischen Kampfflieger

Airbus Military, der militärische Arm von Airbus, hat die Vorbereitungen für ein europäisches Kampfflugzeug der Zukunft aufgenommen. "Wir arbeiten in Deutschland und Spanien an verschiedenen Bausteinen dafür, ein Teil der Finanzierung kommt von den Regierungen, wir hoffen auf mehr", sagte Fernando Alonso, Chef von Airbus Military, dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). In Brüssel arbeiten die Außen- und Verteidigungsminister an der Zusammenlegung der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.

Die Zahl der Waffensysteme soll aus Effizienzgründen sinken, und in mehreren Staaten, darunter Deutschland und Spanien, brauchen die Luftwaffen dringend neue, modernere Flugzeuge. Es gehe um ein integriertes System, das "Drohnen, Kampfflugzeuge, Satelliten sowie Kommando- und Kontrollflugzeuge" verbinde, so Alonso: "Wir hoffen, dass auch Frankreich teilnehmen wird, denn wir müssen es in Europa gemeinsam machen, es gibt keinen Platz mehr für zwei oder drei verschiedene Systeme."

Der Airbus-Military-Chef macht Druck: "Die Zeit ist reif dafür, eine Entscheidung in Europa zu treffen und umzusetzen." In Deutschland passt Alonsos Vorstoß zur "Militärischen Luftfahrtstrategie", die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Anfang 2016 vorgestellt hatte: Danach soll das fliegende Waffensystem der nächsten Generation, wie von Alonso geschildert, ein Verbundsystem werden. Das "Future Combat Air System" (FCAS) soll in Deutschland sowohl den Eurofighter als auch den Tornado ersetzen. Die Entwicklung eines solchen FCAS wäre allerdings teuer, weshalb sich möglichst viele EU-Staaten beteiligen sollten.

Foto: Airbus-Cockpit, über dts Nachrichtenagentur

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