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„Betongold“ immer beliebter als Altersvorsorge

In der aktuellen Nullzinsphase ist es schwierig, für den Ruhestand vorzusorgen. Wer eine gute Rendite wünscht, der muss auf die risikoreichen Anlagen setzen oder auf Immobilien. In Zukunft werden die Preise in vielen Regionen steigen und damit der Wert der Immobilien.

Die Immobilie: eine sichere Geldanlage

Immobilien haben den Ruf, eine sichere Geldanlage darzustellen. Denn sie bringen im Vergleich zu Festgeld oder Sparbuch eine gute Rendite, je nachdem wo sie sich befinden. Spätestens dann, wenn das Darlehen zurückgezahlt ist, ergibt sich für den Investoren ein weiterer Vorteil: Als Eigentümer wird die Miete eingespart, da die Immobilie selbst bewohnt wird, beziehungsweise durch die monatlichen Mieteinnahmen kommt es zu einer Einnahme.

Doch es kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Der Wertzuwachs der Immobilie – sofern diese in der richtigen Region steht. Das bedeutet, dass umso mehr in 2018, die alte Regel mit drei wichtigen Kriterien, bei der Anlage in Immobilien, gilt: „Lage, Lage, Lage“.

Allerdings besteht ein Problem: Der eigene Wohn- bzw. Arbeitsort entscheidet darüber, in welcher Region die Immobilie erworben wird. Anleger, die in München oder Frankfurt ihren Lebensmittelpunkt haben, sind fein raus. Denn dort stiegen die Preise für Eigentumswohnungen zwischen 2007 und 2011 um 17 bzw. 18 %. All diejenigen, die in einer eher unattraktiven Ge-gend leben, haben in Hinsicht auf die Anlagegesichtspunkte weniger Glück. Dazu zählen laut Angaben des IVD (Branchenverband der Makler und Immobilienberater) bspw. Teile des Ruhrgebietes und zahlreiche Regionen in Ostdeutschland. Schnell kann die Investition in diesen Regionen zu einem Verlustgeschäft werden.

Ein weiteres Problem ist, dass viele Immobilien-Käufer nur den reinen Kaufpreis bei Ihrer Renditeberechnung einkalkulieren und vergessen, dass auch Nebenkosten anfallen. Zusätzlich fallen acht bis 10 % für Maklergebühren, Notar- und Grundbuchkosten sowie Grunderwerbssteuer zu Buche. Wer beim Verkauf seiner Immobilie Gewinn machen möchte, der muss demzufolge eine Wertsteigerung erzielen, die mehr als den Kaufbetrag plus Nebenkosten ausmacht. Eben das ist nicht immer einfach.

Den Immobilienkauf richtig planen

Die Mehrheit setzt heute auf eine selbst genutzte Immobilie, um so der Zinsflaute zu trotzen. Für 54 % der Bundesbürger stellen die eigenen vier Wände die beste Anlageform dar – laut dem Ergebnis des Vermögensbarometers des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Der Anteil derer, die in erster Linie auf „Betongold“ setzen, hat sich damit seit 2007 verdoppelt. Während die Sparer sich immer schwerer tun, Geld zu anständigen Renditen anzulegen, freuen sich die Immobilienkäufer über günstige Zinsen, was niedrige monatliche Raten zur Folge hat. Es ist somit keine Überraschung, dass die Sachwerte hoch im Kurs stehen.

Vor allem bei jungen Familien ist Wohneigentum besonders gefragt. Rund 30 % würde gern das Traumhaus erwerben oder bauen, wobei die meisten dieses selbst bewohnen möchten. Das ist der Wunsch von 64 %. Ebenfalls ist die Bereitschaft hoch, für den Erwerb oder den Bau eines Eigenheimes einen Kredit aufzunehmen. Während sich 75 % der Deutschen vorstellen können, ein Darlehn aufzunehmen sind es bei den jungen Familien sogar 88 %. Ihnen ist eine stabile Eigenkapitalbasis wichtig, da 60 % sich maximal 50 % des Kaufpreises leihen wollen.

Für den Sprung in die eigenen vier Wände ist ein ausreichendes Eigenkapital eine wesentliche Voraussetzung. Die Faustregel lautet: Je mehr Eigenkapital, desto besser. Ideal ist es sogar, wenn zusätzlich zu den Erwerbsnebenkosten mindestens 20 % des Kaufpreises vorhanden sind. Für den Rest ist eine solide Finanzierung unentbehrlich.

Immobilien: letztendlich eine lohnenswerte Geldanlage

Ist die Finanzierung geklärt und auch die Lage stellt sich als wertsteigernd heraus, dann kann es sich bei einer Immobilie durchaus um eine lohnenswerte Altersvorsorge und Kapitalanlage handeln. Denn je nach Region und Mikrolage ist eine Steigerung der Renditen von bis zu 8 % möglich – das ist einiges mehr, als bei anderen Anlageformen.

Die Immobilien-Anleger, die mehrere Objekte Ihr Eigen nennen können und vermieten, erzielen zudem feste monatliche Einkünfte. Diese können im Ruhestand eine finanzielle Absicherung, neben der Rente darstellen. Besonders mehrfache Mieteinnahmen stellen sich als besonders rentabel heraus. Aber auch dann, wenn nur eine Immobilie vorhanden ist, die selbst genutzt wird, stellt sie am Ende einen wichtigen Teil der Rente aufgrund der gesparten Miete dar. Jedoch ist in dem Fall dann keine zusätzliche Einnahmequelle vorhanden.

Wichtig ist jedoch, dass bis zum Erreichen des Ruhestandes das Darlehn getilgt sein sollte. Des Weiteren gibt es noch einen weiteren Pluspunkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf: Die Anschaffungskosten der Immobilie können als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Das gilt auch für die Kreditzinsen der Baufinanzierung bzw. des Darlehns, die Kosten für Reparaturen, Sanierung sowie Grundsteuer. Infolgedessen haben Immobilienbesitzer eine ganze Reihe steuerlicher Vorteile.

Fazit ist, dass im Hinblick auf eine mögliche Altersarmut es sinnvoll ist, möglichst früh damit zu beginnen, für das Alter vorzusorgen. Bei Immobilien handelt es sich um eine attraktive Form der Altersabsicherung – besonders aufgrund der derzeit niedrigen Zinsen für Immobilienkredite. Dazu kommt, dass bei guter Lage und einem guten Zustand der Immobilie sogar eine beachtliche Rendite erzielt werden kann. Allerdings dürfen die Risiken nicht außer Acht gelassen werden, die eine Immobilie birgt. Denn es sind für Reparaturen ebenso wie eventuelle Sanierungsarbeiten finanzielle Reserven notwendig. Überdies kann es bei Vermietung zu einem eventuellen Leerstand.

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