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Bildungsministerium stellt Millionen für „MINT-Aktionsplan“ bereit

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will mit einem "MINT-Aktionsplan" mehr Kinder und Jugendliche für technische und naturwissenschaftliche Fächer und Berufe begeistern. Dafür stellt ihr Haus bis 2022 zusätzlich 55 Millionen Euro bereit, berichtet das "Handelsblatt". Gute MINT-Bildung sei in der modernen, digital geprägten Welt unerlässlich, sagte Karliczek der Zeitung. "Vorschläge der Suchmaschinen im Internet oder die Entwicklung neuer Ideen und Geschäftsmodelle kann nur bewerten, wer versteht, was ein Algorithmus ist." Gerade die klassischen Natur- und Ingenieurwissenschaften, aber auch die Medizin erhielten durch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz einen neuen Schub und bedürfen guten Nachwuchses. Hintergrund ist der in diesen Fachbereichen besonders ausgeprägte Fachkräftemangel. Ende 2018 waren Erhebungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft zufolge fast eine halbe Million Stellen unbesetzt. "Wenn Deutschland weiterhin in Wissenschaft, Forschung und Innovation zur Spitze gehören will, brauchen wir mehr Menschen, die sich für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern", schreibt Karliczek im Vorwort des Aktionsplans. Einer der Kernpunkte ist die Vernetzung der vielfältigen Aktivitäten privater MINT-Akteure. Dazu wird eine Online-Plattform samt Geschäftsstelle geschaffen. Ein Wettbewerb soll bundesweit 30 bis 40 Cluster fördern, in dem sich regionale MINT-Akteure zusammentun und regelmäßige, dauerhafte und betreute Angebote konzipieren. Zudem soll ein breiter Zugang zu Mint-Programmen "so selbstverständlich werden wie Sportvereine oder musische Aktivitäten", heißt es im Konzept. Das Nationale MINT-Forum (NMF), ein Dachverband von 30 großen MINT-Initiativen, begrüßte den Plan. Er gehe "grundsätzlich in die richtige Richtung", so die Sprecher Nathalie von Siemens und Ekkehard Winter. Bei der Umsetzung müsse aber darauf geachtet werden, dass die bestehenden rund 120 MINT-Regionen sinnvoll eingebunden und gestärkt sowie Doppelstrukturen vermieden würden. Foto: Bundesministerium für Bildung und Forschung, über dts Nachrichtenagentur

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