BMI will Sportförderung an Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt koppeln

Das Bundesinnenministerium (BMI) will härter gegen sexuelle Gewalt im Sport vorgehen. Die Förderrichtlinien für den Spitzensport sollen künftig um Maßnahmen gegen Missbrauch ergänzt werden, berichtet der „Spiegel“. Die Pläne des Innenministeriums, das auch für Sport zuständig ist, sehen vor, dass Verbände die Bekämpfung sexueller Gewalt in ihren Statuten verankern, Präventionsbeauftragte und Ansprechpartner in ihren Reihen benennen und sich Führungszeugnisse von ihren Mitarbeitern vorlegen lassen, auch von den ehrenamtlichen.

Die Sportverbände sollen einen Ehrenkodex in die Arbeitsverträge ihrer Angestellten integrieren und Mitarbeiter schulen. Jeder Verband, der vom Bund Fördergelder bekommen möchte, müsste nachweisen, dass er alle Punkte erfüllt. Erst dann würde der Antrag auf Fördermittel geprüft werden, so der Plan. Auch stichprobenartige Kontrollen soll es geben. Wenn die Regeln nicht eingehalten werden, gebe es künftig „Konsequenzen in Bezug auf Mittelzuwendung“, sagte Gerhard Böhm, der Abteilungsleiter Sport, dem „Spiegel“. „Die Selbstverpflichtungen des Sports wirken offenbar unzureichend“, so Böhm. Die neue Richtlinie soll Teil der Reform des Spitzensports werden, die zurzeit zwischen BMI und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausgehandelt wird.

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