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Bochumer Stadtwerke halbieren Stromausfallzeit

Nach Angaben der Bundesnetzagentur lag der Bundesdurchschnitt für unplanmäßige Stromunterbrechungen im Jahr 2011 bei 15,19 Minuten je Verbraucher. Was im europäischen Vergleich als Spitzenwert gilt, konnte die Netzgesellschaft der Stadtwerke Bochum noch unterbieten. Bochumer Stromkunden mussten im Jahr 2011 lediglich 7,48 Minuten ohne elektrische Energie auskommen.
Unsere Nachbarn im europäischen Ausland müssen im Durchschnitt zum Teil eine Stunde und mehr auf die heimische Stromversorgung verzichten. Waren es im Jahr 2010 in Frankreich zum Beispiel rund 63 Minuten, so kommen die Portugiesen im gleichen Zeitraum sogar auf knapp drei Stunden.
„Schnelle Reaktionszeiten unserer Mitarbeiter, einwandfreie Koordination der Netzleitstelle sowie regelmäßige Investitionen in das Bochumer Versorgungsnetz sind ausschlaggebend für die hohe Versorgungssicherheit in Bochum“, führt Holger Rost, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Netz GmbH, als Begründung der niedrigen Ausfallzeiten an.
Die Bundesnetzagentur kontrolliert die Berichte der knapp 900 deutschen Netzbetreiber, wertet diese aus und dokumentiert alle Versorgungsunterbrechungen der deutschen Stromnetze in einer Jahresstatistik. In die Berechnungen fließen nur Unterbrechungen aufgrund von unvorhersehbaren Störereignissen wie z.B. Kabelbeschädigungen durch Bagger oder Kabelfehler ein, die länger als drei Minuten dauern. Folgen höherer Gewalt finden in dieser Statistik keine Berücksichtigung.
„Unser Ziel ist es, die Beeinträchtigungen bei Störungen für die Bochumer so gering wie möglich zu halten. Wir betreiben das Bochumer Mittelspannungsnetz daher hauptsächlich über eine offene Ringschaltung. Mittels Umschaltungen können auf diese Weise das defekte Kabelstück vom Netz getrennt, Störbereiche umgangen und der intakte Teil des Stromkreises wieder geschlossen werden“, erklärt Holger Rost.
Rund um die Uhr sind die Mitarbeiter des Bochumer Energie- und Wasserversorgers im Einsatz. Der Bereitschaftsdienst garantiert die Entstörung auch in der Nacht oder an Feiertagen. „Störungen in Folge höherer Gewalt kann niemand vorhersehen oder vermeiden. Dennoch sorgen regelmäßige Netzerneuerungen bei den Stadtwerken Bochum dafür, dass die Ausfallzeiten im Stadtgebiet auf niedrigem Niveau bleiben“, so Rost.

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